Saisonende 2026

Saisonende 2026

Eine Storchensaison geht zu Ende

Mein Rückblick auf das Storchennest Kolbermoor

Wieder geht eine Storchensaison in Kolbermoor zu Ende. Und wenn ich auf die vergangenen Monate zurückblicke, ist da vor allem eines: Dankbarkeit.

Am Anfang stand wie jedes Jahr die Vorfreude. Wann kommen die Störche zurück? Wann wird das Nest auf seinem Mast wieder lebendig? Und dann waren sie plötzlich wieder da – und mit ihnen begann eine neue Saison voller Beobachtungen, Hoffnungen und kleiner Überraschungen.

Besonders schön war natürlich der Nachwuchs. Kleine Köpfe, hungrige Schnäbel und die ersten vorsichtigen Bewegungen im Nest. Man schaut irgendwann nicht mehr einfach auf „Storchenküken“, sondern entwickelt tatsächlich eine Beziehung zu den kleinen Bewohnern.

Und genau deshalb war es umso trauriger, als diese Saison ihre harte Seite zeigte.

Der viele Regen, die Kälte und mehrere Tage mit gerade einmal etwa 8 Grad waren für die Küken zu viel. Eines nach dem anderen ging verloren. Auch Xaverl, der mir besonders ans Herz gewachsen war.

Es sind Momente, die weh tun. Gerade weil man über Wochen mitgefiebert, gehofft und jeden kleinen Fortschritt verfolgt hat. Aber auch das gehört zur Natur dazu – so schwer es manchmal ist, das zu akzeptieren.

Trotz der traurigen Momente gab es aber auch in diesem Jahr unzählige schöne Augenblicke. Das tägliche Beobachten, das Klappern der Störche, die Gespräche im Chat und die vielen Menschen, die wieder Teil dieser kleinen Storchengemeinschaft geworden sind.

Und nun endet die Saison.

KI Generierter Inhalt

Nicht das Nest – und auch nicht die Kamera.

Die Kamera wird wie gewohnt auch über die kommenden Monate weiterlaufen. Lediglich der Ton wird auf Wunsch der Hofbesitzer in Kürze bis zum Frühjahr abgeschaltet. Der Chat bleibt selbstverständlich weiterhin geöffnet.

So bleibt das Nest auch über den Winter sichtbar. Vielleicht ist es dann leer und ruhig – aber es erzählt trotzdem noch die Geschichte dieser Saison.

Und irgendwann wird wieder der Moment kommen, an dem wir gespannt auf den Mast schauen und hoffen:

„Sind sie wieder da?“

Bis dahin sage ich Danke.

Danke an die Störche für all die schönen Momente.
Danke an alle, die zugeschaut, mitgefiebert und mitgetrauert haben.

Und danke an mein kleines Storchennest in Kolbermoor, das auch in diesem Jahr wieder so viele Geschichten geschrieben hat.

Auf Wiedersehen, ihr Störche.
Kommt gut über den Winter.
Wir sehen uns im nächsten Frühjahr.

Es wird ruhiger ums Nest

Es wird ruhiger ums Nest

Liebe Storchenfreunde,

es wird merklich ruhiger im Nest. In den letzten Wochen waren Kaira und Felix immer mal wieder zu sehen.

Ich glaube zwar nicht, dass sie bereits in den Zug gestartet sind – zumindest Kaira war im letzten Jahr bis Mitte August noch regelmäßig hier. Aber sie leben jetzt das unbeschwerte Storchenleben ohne Nachwuchs-Verpflichtungen.

Trotzdem bleibt es schade, wie diese Saison zu Ende gegangen ist. Mit etwas Abstand blicke ich jedoch nach vorne. Im nächsten Jahr hoffen wir sehr auf ein neues Storchenpaar und deutlich bessere Wetterbedingungen.

Ich habe bereits besprochen, dass wir die Nestwartung in diesem Jahr vorziehen. Sie wird voraussichtlich im Oktober stattfinden. So wollen wir möglichst verhindern, dass sich Bakterien oder Viren im Nest festsetzen und uns die Brut im Jahr 2027 gefährden. Bei dieser Gelegenheit werde ich auch die Kamera gründlich reinigen.

Zum Schluss möchte ich mich noch einmal von Herzen bei euch allen bedanken – für die unfassbar lieben Mails aus Nah und Fern. Das bedeutet mir unsagbar viel.

Danke, danke, danke!

Eure Cindy

Kleines Update

Kleines aktuelles Update 🪺

Da viele nachgefragt haben, hier ein kleiner Zwischenstand:

Kaira und Felix besuchen weiterhin regelmäßig das Nest. Zeitweise halten sich beide auch noch länger gemeinsam auf dem Horst auf.

Die Nächte verbringt Kaira aktuell im Nest, während Felix auf der Antenne eine Straße weiter sitzt – mit direktem Blick in Richtung Horst. 🤍

Außerdem möchte ich ein Missverständnis aufklären: Die Kamera ist nicht dauerhaft außer Betrieb. Sie bleibt lediglich vorerst abgeschaltet und wird spätestens zur Nestwartung im Februar wieder an den Start gehen.

Danke an alle, die Kaira und Felix weiterhin mit so viel Interesse begleiten. 🪶

Vorerst Offline

Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, Liebe Storchenfans

aufgrund der aktuellen Situation und der anhaltenden negativen Kommentare habe ich mich entschieden, den Livestream des Storchennestes vorerst zu beenden.


Update: Ich muss leider den kompletten Verlust der diesjährigen Küken beklagen.

Um auch mich persönlich zu schützen, ziehe ich nun diese Konsequenz. Wann der Stream wieder online geht, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Ich bitte um euer Verständnis.

Abschied von Henri und Calimero – Dauerregen und Verlust

Leider hat unser kleiner Henri den anhaltenden Dauerregen und die kühle Witterung der letzten Tage nicht überstanden. Von unseren drei Jungstörchen mussten wir uns nun von einem verabschieden. Ein weiteres hat derzeit zu kämpfen (Calimero)

Auch wenn dieser Anblick schwerfällt und es für viele kaum auszuhalten ist: Henri ist Teil eines natürlichen Vorgangs geworden. Gerade anhaltende Nässe und Kälte gehören zu den größten Herausforderungen in der Aufzucht von Jungstörchen. Nicht jedes Küken schafft diesen Kampf.

Ich weiß, dass nun bei vielen sofort der Gedanke entsteht: „Warum holt man ihn nicht heraus? Warum hilft hier niemand? Woanders wird doch auch eingegriffen.“

Genau diese Fragen sind verständlich – aber die Antworten darauf sind nicht immer so einfach, wie es von außen wirkt.

Schon lange vor Beginn dieses Nestprojekts war mir bewusst, dass ich nicht nach meinem persönlichen Gefühl handeln darf, sondern mich an die geltenden Vorgaben und gesetzlichen Regelungen halten muss. Ein Nest ist kein Ort, an dem nach Belieben eingegriffen werden darf. Auch das Entfernen eines verstorbenen Jungvogels wäre ein Eingriff in das Brutgeschehen.

Die Altstörche handeln nach ihrem natürlichen Verhalten. Sie entscheiden, wie sie mit der Situation im Nest umgehen.

Immer wieder werden Vergleiche zu anderen Nestern gezogen, bei denen geholfen oder eingegriffen wurde. Hier muss man jedoch wissen: Die Möglichkeiten unterscheiden sich je nach Bundesland, behördlichen Vorgaben, vorhandenen Fachstellen oder speziellen Auffangstationen. Manche Stellen haben andere Voraussetzungen oder deutlich kürzere Wege für eine genehmigte Maßnahme. Es drohend mir auch weitreichende Folgen. Von den sehr hohen Strafkosten mal abgesehen.

Rechtlicher Hinweis:
Der Weißstorch und sein Brutplatz unterliegen dem gesetzlichen Schutz. Auch wenn der Wunsch zu helfen menschlich absolut nachvollziehbar ist, darf ein Eingriff am Nest nicht einfach nach eigenem Ermessen erfolgen. Grundlage hierfür ist unter anderem § 44 Bundesnaturschutzgesetz. Eingriffe dürfen – wenn überhaupt – nur nach Prüfung und Abstimmung mit den zuständigen Fachstellen bzw. Behörden erfolgen.

Ein wetterbedingter Verlust eines Jungstorches ist ein natürlicher Vorgang und stellt nicht automatisch einen Notfall dar, der ein Eingreifen erlaubt.

Diese Voraussetzungen bestehen hier in dieser Form nicht – und das war mir von Anfang an bewusst.

Für mich persönlich war und ist eine Sache immer klar: Dieses Nest soll ein Ort der echten Naturbeobachtung sein. Dazu gehören wunderschöne Momente, aber leider auch die schweren. Ich werde nicht in natürliche Abläufe eingreifen, nur weil sie für uns Menschen schwer auszuhalten sind.

Es gibt einen Unterschied zwischen Naturgeschehen und einem akuten Notfall:

🌧️ Witterung, Regen, Kälte oder natürliche Verluste
→ gehören zum natürlichen Kreislauf.

🪢 Ein Storch mit einer Schnur um den Hals, eine schwere Verletzung oder eine unmittelbare Gefahr durch äußere Einwirkung
→ kann ein akuter Notfall sein, bei dem nach Rücksprache mit Behörden und zuständigen Fachstellen ein Eingreifen geprüft wird.

Auch solche Abläufe müssen jedoch vorbereitet und abgestimmt sein.

Zum Schluss möchte ich noch etwas Persönliches ansprechen:

Ich weiß, dass Emotionen bei solchen Bildern hochkommen. Das geht mir nicht anders. Aber aktuell erreichen mich Kommentare und Nachrichten, die weit über sachliche Kritik hinausgehen. Einige davon sind beleidigend, gehässig und sehr drohend an mich gerichtet – teilweise wurden hier über E-Mail-Adressen mit Bezug zu diesem Projekt oder E-Mail Adressen unter meinen Klarnamen eingerichtet.

Sachliche Fragen und unterschiedliche Meinungen dürfen immer ihren Platz haben. Persönliche Angriffe jedoch nicht.

Die Kommentare erscheinen weiterhin erst nach Freigabe. Bei massiven Grenzüberschreitungen behalte ich mir weitere Schritte vor, da entsprechende technische Daten dokumentiert werden.

Henri war nur kurz bei uns – aber er gehörte zu diesem Nest und zu dieser Geschichte.
Und genau wie die schönen Momente gehört leider auch dieser Abschied zur Beobachtung des Lebens unserer Störche.

Mach’s gut, kleiner Henri. 🤍

Drei Störche drei Wochen und ein Nachruf

Drei Störche drei Wochen und ein Nachruf

Guten Morgen liebe Storchenfreunde,

da bin ich wieder zurück aus dem Urlaub und möchte natürlich ein bisschen nachholen.

Unglaublich, wie groß unsere drei geworden sind und wie rasant sie wachsen und sich entwickeln. Felix entpuppt sich als super Papa – ein schöner Unterschied zu dem, was wir mit Alex erlebt haben.

Natürlich fehlt der kleine Xaverl im Nest, und er wird mich in Gedanken auch noch eine Weile begleiten. Vielleicht ist genau das das „Laster“ als Nestbetreiberin und Nestbetreuerin. Selbstverständlich habe ich einen reflektierten Abstand und kann die Natur nüchtern betrachten. Aber wenn man, so wie ich, mit Vögeln und allem, was dazugehört, aufgewachsen ist, prägt einen das natürlich trotzdem.

Und irgendwann, mit etwas Abstand, wird vor allem eines bleiben: Wir durften fast zwei Wochen lang einen kleinen Kämpfer begleiten, der uns gezeigt hat, wie viel Stärke in so einem kleinen Wesen stecken kann.

Storcheneltern sehen solche Situationen anders als wir Menschen. Wir verstehen ihre Entscheidungen manchmal nicht. Vielleicht wirkte Xaverl durch seine Größe oder Entwicklung für die Altstörche schwächer – ob Störche tatsächlich einordnen können „er ist nur jünger“ oder ob sie rein nach Verhalten, Stärke und Instinkt entscheiden, wissen wir nicht bis ins letzte Detail. Und vielleicht ist es auch gut so, dass die Tierwelt ihre Geheimnisse behält und manches für uns immer ein kleines Rätsel bleiben wird.

Ich verstehe jeden Zuschauer, den solche Momente mitnehmen. Man fiebert mit, man hofft mit, man leidet mit – und manchmal sitzt man da und versteht die Welt nicht mehr. Ich nehme euch da mit, höre euch zu und versuche euch aufzufangen. Gleichzeitig möchte ich aber auch vermitteln, dass es Dinge gibt, die ich nicht lösen kann und auch nicht lösen darf – nur weil ich diesen Horst gebaut habe und betreue.

Solange dort oben ein Storch sitzt, gehört dieser Horst nicht mehr mir und ich habe keine Rechte mehr. 😉 Überspitzt gesagt – aber im Grunde ist es genau richtig so. Das mag im ersten Moment nicht jeder verstehen, aber je mehr man sich mit Wildtieren und Naturschutz beschäftigt, desto verständlicher wird es.

Aber nun schauen wir nach vorne und zu den schönen Dingen:

Drei Küken sind es jetzt, die sich prächtig entwickeln und uns seit mittlerweile drei Wochen bereichern. Fast schon Halbzeit bis zu dem Moment, in dem sie irgendwann ihre Flügel ausbreiten und abheben werden.

Die Wechsel der Eltern klappen wunderbar. Felix hat die Kamera als seinen nächtlichen Lieblingsplatz entdeckt oder sitzt – wie Kaira 2025 – gerne auf dem Silo.

Und langsam beginnt auch die nächste Entwicklungsphase: Die Kleinen werden nun immer öfter kurz alleine gelassen. In diesem Alter ist das völlig normal. Die Zeiten, in denen beide Altstörche gleichzeitig unterwegs sind, werden sich nach und nach verlängern.

Schauen wir uns also einmal an, was bei Storchenküken mit drei Wochen passiert: 🪶

Typischer Entwicklungsstand mit etwa 3 Wochen:

  • 🪶 Federentwicklung beginnt sichtbar
    Das flauschige weiße Daunenkleid ist noch da, aber an Flügeln und Rücken kommen schon deutlich die ersten richtigen Federn durch.
  • 📏 Starkes Wachstum
    Sie sind jetzt deutlich größer als kurz nach dem Schlupf und nehmen in dieser Zeit sehr schnell zu.
  • 🧍 Aufrechter sitzen und mehr Körperspannung
    Die Küken können den Kopf stabil halten, sitzen öfter aufrechter und wirken schon „storchenartig“.
  • 👀 Wachsame Umgebungserkundung
    Sie reagieren mehr auf Bewegungen, schauen häufiger über den Nestrand und beobachten die Eltern.
  • 🍽️ Kräftigeres Bettelverhalten
    Beim Füttern werden sie aktiver, strecken sich, stupsen und versuchen gezielter Futter zu erwischen.
  • ☀️ Wärmeregulierung wird besser
    Sie brauchen nicht mehr dauerhaft die volle Wärmedecke der Eltern wie in den ersten Tagen – trotzdem schützen die Altstörche noch vor Regen, Kälte oder starker Sonne.
  • 🛡️ Weiterhin empfindliche Phase
    Trotz des schnellen Wachstums sind sie noch nicht robust. Wetter, Konkurrenz im Nest und Futterversorgung spielen weiterhin eine große Rolle.

Mit 21–23 Tagen sind sie also oft genau in dieser Übergangsphase: noch flauschig – aber man erkennt schon richtig, dass daraus bald kleine Störche werden.

Flieg frei Xaverl

Flieg frei Xaverl

Kurzer trauriger Tagebucheintrag.

Xaverl wurde heute Abend trotz seiner Fortschritte und Fresserfolge von Kaira aus dem Nest geworfen und hat dies leider nicht überlebt.
Auf Bilder oder Videos verzichte ich bewusst.

Danke lieber Xaverl, dass wir deinen Mut, deine Kraft und deinen starken Willen ein Stück weit begleiten und auch von dir lernen durften.
Flieg frei, kleiner großer Schatz.

Flieg frei Xaverl

Auch wenn es traurig ist, möchte ich nach vorne schauen. So ist der Lauf der Natur und die Altstörche wissen oftmals besser als wir Menschen, warum sie so handeln.

Liebe, aber auch traurige Grüße aus dem Urlaub.

Cindy

Drama im Nest

Drama im Nest

Und es betrifft nicht Xaverl

Gestern Abend, am 24. Mai, gab es kurz nach halb 10 einen Angriff, der es wirklich in sich hatte.

Als die Nacht weiter voranschritt und ich gegen 4 Uhr morgens wach wurde, las ich im Chat, dass es gegen ca. 1:23 Uhr erneut einen Angriff gab – und diesmal kam Felix anschließend nicht mehr zurück ins Nest.
Nachtrag: Im Chat erfuhr ich eben das es um 5:06 und 5:27 erneut einen mehrfachen Angriff gab.

Kurz nachdem Felix vom Nest runter war, musste sich Kaira direkt noch einmal durchsetzen. Die Jungen blieben währenddessen wie erstarrt im Nest liegen. Die sogenannte instinktive Schockstarre.

Als morgens langsam die Sonne aufging und Felix selbst gegen 8 Uhr noch immer nicht zurück war, bekam ich als Nestbetreiber schon ein ziemlich ungutes Bauchgefühl. Also habe ich mir die Szenen nochmal in Zeitlupe angesehen – mit der Sorge, ob Felix vielleicht verletzt wurde und es ihm unmöglich macht, zurück aufs Nest zu kommen. Da konnte ich recht gut am Gefieder ziemlich sicher Alex identifizieren mit dieser einen markanten langen Feder und den länglichen geraden Stück. Aber ich konnte nicht erkennen, dass sich Felix verletzt hätte.

Da mein Urlaub heute startet und ich bis Mittwoch nicht vor Ort bin, bin ich kurzerhand ins Auto gestiegen. Tanken musste ich ohnehin noch, also habe ich direkt die Felder hinter dem Nest abgefahren.
Keine Sichtung.

Dann nochmal kurz zum Hof und unter den Horst geschaut, ob vielleicht irgendwo jemand sitzt oder liegt. Ebenfalls keine Sichtung.

Im Anschluss fuhr ich noch Richtung Pullach, dort sind ebenfalls einige Felder. Als ich gerade wenden wollte, hielt ich kurz an, um aufs Handy zu schauen. Und genau in diesem Moment ist Felix gerade auf dem Horst gelandet.

Wie schön, Felix ist zurück

Also Motor wieder an, ab zum Tanken – und anschließend erleichtert nach Hause.

Was bin ich froh. Und auch dem Chat möchte ich danken – für die Zeitangaben, das Mitfiebern und die Aufmerksamkeit. Ihr seid wirklich toll. ❤️

Jetzt kann ich heute Abend deutlich beruhigter in den Urlaub starten.

Kleinster Kröpfchen-König von Kolbermoor ( Und ein Fotovergleich )

Kleinster Kröpfchen-König von Kolbermoor ( Und ein Fotovergleich )

Tagebuch Storchennest Kolbermoor 19.05. 🪹

Wie sieht es denn aktuell aus? Vor allem: Wie geht es unserem Nachzügler Xaverl mit seinen vier Tagen Abstand?

Superprächtig, möchte ich sagen. ❤️

Die Sonne lacht, das Flauschknäuel auch

Der kleine Racker macht sich wirklich wesentlich besser, als ich es anfangs gedacht hätte – und so freut man sich einmal mehr über seinen Tagesrückstand, den er mit Bravour meistert.

Da kommt ihm einerseits natürlich zugute, wenn eines der großen Küken noch mit einer Maus kämpft oder sich zwei um einen Wurm „kloppen“ – dann hat Xaverl plötzlich freie Fressbahn am Buffet. 😄

Da isse drin die Maus


Aber auch unabhängig davon ist mir inzwischen schon zweimal aufgefallen, dass sowohl Kaira als auch Felix gezielt einen zweiten Futterwurf genau in den Bereich abgewürgt haben, in dem Xaverl lag und vorher noch nicht richtig hingekommen ist.

Mittlerweile robbt er sich mit einer solchen Entschlossenheit an den Futtertisch, dass es wirklich eine Schau ist. Die Kröpfe sind auch jetzt am Abend wieder zum Bersten voll – und nein: Störche können sich nicht „überfressen“, auch wenn es manchmal wirklich so aussieht. 😅
Da kann die Nacht ganz entspannt kommen.

So sehen richtig pappsatte Storchenküken aus.

Nach nun knapp 1,5 Wochen Kükenaufzucht kristallisiert sich Felix übrigens immer mehr als wirklich toller Papa heraus. Klar, im Vergleich zu Kaira hat er noch etwas Luft nach oben – vor allem, weil er doch eher das „große Zeug“ anschleppt – aber die Futterwechsel sind inzwischen wirklich hervorragend getimt.

Es gibt viele Fütterungen und bei allen der letzten drei Tage konnte Xaverl mehr als ordentlich mitfressen.

Hoch die Hälse, wo ist das Futter?

Natürlich ist das Gröbste noch lange nicht überstanden, aber ich bin vorsichtig optimistisch, dass der kleine Mann das locker durchziehen wird – solange die Altstörche das Roulette weiterhin so gut mitspielen.
Das Wetter soll ja mit angekündigten 32 Grad sogar schon hochsommerlich werden.

Meine Wenigkeit mit den Kids am Nest =)

Ich bin übrigens ab kommendem Montag für etwa 1,5 Wochen mit den Kindern im Urlaub in den Niederlanden (Slagharen). 👨‍👩‍👧‍👦
Ich werde trotzdem immer mal spontan in den Chat schauen, möchte aber vorsorglich ankündigen: Wenn keine Katastrophen passieren, wird das Tagebuch in dieser Zeit selbstverständlich pausieren.

Da haben meine Kinder und die Familie ausnahmslos Vorrang. ❤️

PS: Hier ein Vegleich 1 Tag & heute

Und dieses Bild ist übrigens gerade mal von VORGESTERN !!

In diesem Sinne: Kommt morgen gut in den Wochenteiler. 🌙

Eure Cindy :-*

Zwischen Hoffnung, Hunger und ganz viel Kampfgeist

Zwischen Hoffnung, Hunger und ganz viel Kampfgeist

Tagebuch 16.05.2026 🐣🍀

Das erste Kolbermoorer Küken ist inzwischen knapp eine Woche alt. Unser kleines Quartett wächst und gedeiht: Skadi, dicht gefolgt von Calimero und Henri. Und dann kam da noch unser Nachzügler – mit vier Tagen Abstand schlüpfte schließlich auch Xaverl und vervollständigte die kleine Storchenbande.

Ich bin ganz klar Realistin. Wer regelmäßig in andere Nester blickt, weiß leider auch: Selbst wenn Küken bereits zwei oder sogar drei Wochen alt sind, kann es noch zu einer Selektion kommen. So hart die Natur manchmal auch ist. (Aktuell wie in Kirchzarten)

Aber soweit denke ich aktuell noch nicht. Warum? Weil sich im Moment einige Dinge beobachten lassen, die durchaus Hoffnung machen.

Xaverl wirkt – entgegen vieler Wetterprognosen – erstaunlich fit. Der Wettergott meinte es bislang deutlich besser als angekündigt, und auch das Futterangebot scheint gut zu sein. Der kleine Racker ist quietschfidel, agil, klappert schon fleißig mit und pickt begeistert nach den Schnäbeln der Altstörche. Genau dieses Verhalten dient übrigens dazu, bei den Eltern den Fütterreflex auszulösen.

Was man allerdings ebenfalls ganz klar sieht: Die Größen- und Kraftunterschiede werden jetzt bereits deutlich spürbar. Besonders morgens nach der Nacht, wenn der Hunger groß ist, kennen die drei Größeren kaum Rücksicht. Da wird gedrängelt, geschubst und gierig geschnappt. Und dabei ist es den Küken ziemlich egal, ob am Ende das Würmchen, ein Flügelchen oder mal ein Storchenfuß erwischt wird.

Trotzdem schafft es Xaverl immer wieder, an kleine Portionen zu kommen. Und manchmal hat er schlicht Glück – so wie heute Morgen, als er in perfekter „Pole Position“ lag, während die anderen noch halb im Wurmkoma schlummerten.

Das Gröbste ist sicherlich noch nicht überstanden. Aber Stand jetzt sehe ich seine Chancen tatsächlich gar nicht so schlecht. Wenn das Wetter weiterhin mitspielt, die Wärme nun wieder zurückkehrt und das Futterangebot stabil bleibt, könnte unser kleines Nesthäkchen sich durchaus tapfer durchs Leben kämpfen.

Drücken wir unserem Xaverl also weiterhin ganz fest die Daumen, dass er sich so wacker durchschlägt wie bisher. 🐥🤍

Eure Cindy

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