Tagebucheintrag – Nestreinigung
Bevor ich überhaupt vom heutigen Einsatz erzähle, möchte ich zuerst Danke sagen.
Ein riesengroßes Dankeschön an Rainer und seinen Kollegen Christian vom Bauhof. Beide haben sich nach Dienstende, also in ihrer privaten Zeit, bereit erklärt, mit mir das Nest zu reinigen. Das ist wirklich nicht selbstverständlich. Ich bin ehrlich überwältigt, wie sehr mich die Stadt Kolbermoor dabei unterstützt. Vergelt’s Gott, wie ma bei uns so schön sagt – ihr seid einfach stark.
Und auch ein herzliches Danke an die Hofbesitzerin für ihre Zeit und ihre Hilfe. Die Mistgabel hat uns heute wortwörtlich gerettet – wer hätte gedacht, dass sie unser wichtigstes Werkzeug wird.

Die Bedingungen? Naja … sagen wir so: „cool“ ist anders.
Der Himmel hatte offenbar Tag der offenen Tür und dachte sich: Wenn schon Regen, dann richtig.
Gegen 16:30 Uhr sind wir nach dem Aufbau der Hebebühne hochgefahren. Schon am Boden war klar, was uns erwartet: Zentimeterdicker Matsch und grobe Erde. Nach fünf Schritten fühlten sich die Schuhe an, als hätten sie jeweils fünf Kilo Zusatzgewicht.
Oben angekommen verschafften R. und ich uns erst einmal einen Überblick. Schnell entdeckten wir zwei weiße Keramikscherben und eine grüne Glasscherbe. Später, beim Harken, kam uns sogar noch ein Nylonseil entgegen. Alles wurde sorgfältig entfernt – sowas hat im Nest wirklich nichts verloren.
Die Überreste von Hunter konnten wir nicht mehr ausmachen. Hier hat Mutter Natur ihre Arbeit getan.
Das obere, festgedrückte Material war bereits stark kompostiert. Schicht für Schicht haben wir es abgetragen und waren dann recht zügig bei den Hackschnitzeln angekommen. Erfreulich: Es roch nicht muffig. Die Durchlässigkeit ist gegeben – das zeigte uns der Regen ganz praktisch, denn unten tropfte es schön zwischen den Holzabständen durch. Besser kann man’s kaum testen.
Zwischendrin mussten wir doch zur Mistgabel greifen, um vorne noch Material abzutragen. Fürs nächste Mal wissen wir: Bühne anders positionieren – man lernt nie aus.
Eigentlich wollten wir auch die Kamera reinigen, kamen aber nicht richtig ran. Da keine Trübung oder Spinnweben zu sehen waren, haben wir entschieden, es vorerst dabei zu belassen.
Zum Schluss möchte ich noch etwas loswerden – wegen der Glasscherben.
Zum Glück stammten sie nicht aus dem Gewölle. Das gefundene Gewölle war einwandfrei und ohne Fremdkörper. Die Scherben wurden sehr wahrscheinlich durchs gemähte Heu hochgezogen.
Aber trotzdem: Liebe Menschen, bitte nehmt euren Müll wieder mit. Ich sehe so oft Glasflaschen und Unrat an Straßenrändern. Das muss wirklich nicht sein. Beim Mähen entstehen Schäden an Fahrzeugen – und vor allem können Tiere verletzt werden. Das ist so unnötig.
Einfach einsammeln. Mitnehmen. Fertig.
Und jetzt heißt es: auf in die neue Storchensaison.
Ich – wir – wären bereit für euch, liebe Adebare.
Kommet zuhauf. 🕊️

Ja Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Mir kommt es vor, als wäre es gar nicht lange her, dass Pitti und Platsch ihr Zuhause verlassen haben..Jetzt ist schon wieder alles bereit für die neue Saison.
Ich habe letztes Jahr alles verfolgt- gelacht, gebangt, geweint und mich gefreut, als die kiddies in ihr eigenes Leben gestartet sind.
Ich bin gespannt, was uns dieses Jahr bringen wird.Meine besten Wünsche für euch, die ihr euch so grandios einsetzt❤️❤️❤️❤️( kann man gar nicht genug würdigen )und natürlich auch für die Störche und ihren Nachwuchs🐣🐣
Danke für Alles
Deine Mühe, Deine Fürsorge , Deine schönen Worte
Ich bin sehr gespannt und freu mich schon