Das Storchennest befindet sich auf privatem Grund.
Die angrenzenden Wiesen sind ausschließlich den Kindern der Naturgruppe als Durchgang vorbehalten.
Wir bitten daher höflich, das Gelände nicht als Picknickfläche oder Durchgang für Besucher des Storchennestes zu nutzen.
Es handelt sich um Nutzfläche und Privatgrundstück.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Das Wunder hat begonnen: Erstes Wackelköpfchen gelandet – und Nummer Zwei klopft schon an! 🐣✨
Heute um 14:48 Uhr war es endlich soweit: Im Storchennest Kolbermoor erblickte das erste Küken dieser Saison das Licht der Welt – schneller als selbst die optimistischsten Storchenfans gedacht hätten. Und als wäre das nicht schon emotional genug, legt Küken Nummer zwei direkt nach.
Stand 22 Uhr steckt das kleine Geschwisterchen praktisch schon mitten im Schlupf. Der Kopf ist bereits aus der Schale geschlüpft, der Rest dürfte nicht mehr lange auf sich warten lassen. Wenn alles so weitergeht, dürfen wir vermutlich noch vor Mitternacht das zweite kleine Wackelköpfchen begrüßen. 🥹
Ich kann ehrlich sagen: Im Traum hätte ich mir niemals ausmalen können, wie unfassbar wunderschön auch diese zweite Saison bisher verläuft.
Was einst nur eine verrückte Idee war… ein Traum… ein Ziel… wurde zu einem Herzensprojekt. Und heute sitzt man da, schaut auf diese kleinen Wesen und merkt plötzlich: Manche Bucket-List-Wünsche werden nicht nur erfüllt – sie wachsen weit darüber hinaus.
Ich dachte wirklich, das Gefühl von 2025 könnte man nicht mehr toppen. Doch genau das passiert gerade wieder.
Und das Verrückteste daran? Es fühlt sich noch immer genauso magisch an wie beim allerersten Mal. ❤️
Keine Fotos heute. Nur dieser Moment. Nur dieses Video.
Der Startschuss ist gefallen – es piepst im Nest! 🐣
Diese Nacht war anders. Still war sie keineswegs – zumindest nicht für Felix und Kaira. Denn tief aus den Eiern heraus waren erstmals leise Geräusche zu hören. Zarte kleine Piepslaute aus einer Welt, die wir noch gar nicht sehen können. Ein Moment, auf den wir seit Wochen warten.
Und dann wurde es plötzlich spannend.
Ab etwa 2 Uhr in der Nacht konnten bei den ersten beiden Eiern kleine Löchlein entdeckt werden. Winzige Öffnungen in der Schale – kaum größer als ein Stecknadelkopf – und doch bedeuten sie alles: Der Schlupf hat begonnen.
Besonders faszinierend: Aus einem der Eier hört man inzwischen immer wieder deutlich ein Küken piepsen. Mal ganz leise, mal überraschend klar. Für Felix und Kaira ist das bereits das erste hörbare Zeichen ihres Nachwuchses – und auch wir dürfen nun langsam daran teilhaben.
Ab sofort ist unsere Kamera wieder im Zoom-Modus. So könnt ihr jede kleine Veränderung ganz nah verfolgen und gemeinsam im Chat weiter rätseln, diskutieren und mitfiebern. Denn jetzt beginnt die wohl spannendste Phase überhaupt: Wann wird das erste Stück Schale aufspringen? Wann sehen wir den ersten Schnabel? Und welches Küken kämpft sich wohl zuerst komplett hinaus?
Das große Wackelköpfchen-Abenteuer 2026 steht unmittelbar bevor. ❤️
Noch verstecken sich die kleinen Störche sicher in ihren Eiern – aber der Startschuss ist gefallen. Und ab jetzt kann sich das Nest jederzeit verändern.
Ich freue mich riesig darauf, dieses besondere Erlebnis wieder gemeinsam mit euch zu teilen. 🐣✨
Zuerst dachte ich: Hm, da kommt kein viertes Ei mehr. Kaira wirkte nach 21 Uhr noch völlig entspannt, döste auf einem Bein vor sich hin, während Felix treusorgend auf den Eiern saß. Alles sah nach einem ruhigen Abend aus.
Doch dann kam Bewegung in die Sache.
Kaira begann mit ihrem ganz typischen Ablauf: Sie stochert vor sich in der Schale, steht mehrmals auf und setzt sich wieder – meist drei- bis fünfmal. Kurz vor der eigentlichen Eiablage verliert sie immer eine kleine „Prise“, bevor sie sich hinlegt. Dann folgt dieses hektische „Wiggeln“ mit den Beinen – und genau in diesem Moment weiß man: Jetzt geht’s los. Bei allen vier Eiern bisher exakt das gleiche Spiel.
Um 21:58 Uhr war es dann soweit – Ei Nummer 4 ist da. Und um 22:03 Uhr, etwas früher als sonst, durften wir schon den ersten Blick darauf erhaschen.
Für mich darf es jetzt gerne bei vier Eiern bleiben. Sollte übermorgen kein weiteres mehr kommen, beginnt nun die ruhigere Phase. Kein „Taka Taka“ mehr – sondern nur noch entspanntes „Brüti Brüti“.
Was für ein besonderer Moment im Nest von Kaira und Felix: Um 22:02 Uhr wurde das zweite Ei gelegt. Ein weiterer Meilenstein – ruhig, beinahe unscheinbar, und doch so bedeutend.
Die erste Sichtung gelang uns um 22:13 Uhr. Und kaum entdeckt, zeigte sich auch schon Felix von seiner besten Seite: Der werdende Vater des Jahres ließ sich nicht lange bitten und setzte sich direkt fürsorglich auf das Ei – als hätte er genau gewusst, was jetzt zu tun ist.
Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, wie instinktiv und liebevoll die beiden agieren. Mit jedem Ei wächst die Spannung – und die Vorfreude auf das, was bald folgen könnte.
Heute zeigte sich das Wetter in Kolbermoor deutlich kühler, nachdem sich bereits gestern Mittag eine Kaltfront angekündigt hatte. Während in Kirchzarten das Nest rund 5 cm Neuschnee abbekam und die Eier – fast wie der heilige Gral – warm und behütet unter Ulla & Edgar hervorleuchteten, herrschte bei uns typisches Aprilwetter: kühle Brise, Regen, Graupelschauer und zwischendurch wilde Schneeflocken. Allerdings blieb es insgesamt doch milder als ursprünglich vorhergesagt.
Mogst schmusen? Mir war’s wurst
Kaira hatte sich mit dem Regeneinbruch gestern wieder für das Silo entschieden – ihr bevorzugter Rückzugsort, den sie zuverlässig immer dann aufsucht, wenn sie keine Verpflichtungen hat.
Unser Zuhause !!
Am Morgen kehrte sie zurück, und dann hieß es: Taka Taka. Der Begriff stammt ursprünglich von einem Chatter aus dem YouTube-Kanal – und ich feiere ihn jedes Mal aufs Neue. Nachdem Felix in der Nacht zuvor immer wieder versucht hatte, für Nachwuchs zu sorgen, schien er sich zu denken: Wenn es nachts nichts wird, dann eben tagsüber – und zwar ausgiebig.
Ich habe längst den Überblick verloren, wie viele Versuche es waren. Nicht alle waren erfolgreich – einer davon war fast schon artistisch –, aber es gab definitiv auch einige vielversprechende Akte, die durchaus einen Eisprung bei Kaira ausgelöst haben könnten.
Jetzt bleibt es spannend. Immerhin legt sie diesmal kein Tempo wie im Jahr 2025 vor – sonst hätten wir vielleicht schon zwei Eier im Nest.
Bleibt zu hoffen, dass es bald soweit ist – und vor allem, dass Kaira jetzt auch bleibt.
Nachdem der gestrige Tag, der 11. März, ein wirklich seltsamer Storchen-Tag war, blieb das Nest zunächst komplett leer. Felix und Mara ließen sich den ganzen Tag über nicht blicken. Stattdessen tauchte ein Gast auf – und zwar ausgerechnet derselbe, der 2025 als allererster Gast überhaupt auf dem Nest zu sehen war. Und, genau am gleichen Tag.
Er machte es sich gemütlich, räumte etwas herum und baute sogar ein wenig am Nest. Von Felix und Mara jedoch keine Spur. Da kam natürlich sofort die Frage auf: Haben sie sich vielleicht ein neues Domizil gesucht?
Doch dann folgte heute Morgen die Überraschung. Felix tauchte plötzlich auf dem Nest auf und begann sofort fleißig zu bauen. Es sah ganz so aus, als wolle er wieder Ordnung ins Nest bringen.
Gegen Mittag traf dann auch Mara ein. Nach mehreren Anläufen kam es schließlich zu einer erfolgreichen Kopulation – der zweiten, die überhaupt sichtbar vor der Kamera stattfand. Ein kleiner Erfolgsmoment nach den vielen vergeblichen Versuchen zuvor.
Im Laufe des Tages waren beide immer wieder auf dem Nest zu sehen und genossen gemeinsam die Sonne. Bis etwa 18 Uhr verbrachten sie dort Zeit.
Gerade als man dachte: Wie schön wäre es, wenn sie heute endlich einmal hier übernachten würden, flogen beide wieder ab. Vermutlich – wie so oft – zurück zu ihrer Antenne.
Man darf also weiterhin gespannt sein, wie sich das Ganze entwickelt. Ein Verhalten wie dieses habe ich so noch nie erlebt – und auch von anderen Storchenhorsten ist mir nichts Vergleichbares bekannt.
Ehrlich gesagt: So richtig erklären kann ich mir ihr Verhalten im Moment nicht.
Was für ein Saisonauftakt – und leider keiner mit Happy End in Sicht – zumindest aktuell gesehen.
Felix heute Morgen
Bislang hat unser aktuelles Storchenpaar keine einzige Nacht gemeinsam im Nest verbracht. Auch die beobachteten Tretakte blieben ohne erkennbaren Erfolg. Woran es liegt? Möglich wäre die Unerfahrenheit des Mädchens. Ebenso denkbar: fehlende Paarungsbereitschaft. In der Storchenwelt entscheidet schließlich das Timing – und das lässt sich nicht erzwingen.
Am 2. März flog sie am frühen Morgen ein letztes Mal vom Nest. Beide waren gerade einmal 15 Minuten gemeinsam dort. Seitdem: Funkstille.
Wo sie wohl ist?
Heute, am 3. März, erschien nur er – und auf Wunsch meiner großen Tochter nennen wir ihn jetzt einfach Felix. Felix blieb erstaunlich lange. Er bastelte ein wenig am Nest, lag viel, putzte ausgiebig sein Gefieder und wirkte dabei, als hielte er Ausschau. Wartend. Hoffend?
Wie gewonnen, so zerronnen? Kaum zusammen – schon getrennte Wege? Man sieht: Der Beziehungsstatus „Es ist kompliziert“ scheint auch unter Störchen kein Fremdwort zu sein.
Vielleicht muss ich mehr klappern
Noch ist nichts entschieden. Viele Störche sind noch gar nicht zurückgekehrt. Und ebenso gut könnten Kaira & Alex jederzeit ihren Besitzanspruch geltend machen.
Oder zeigen wie gut ich das Nest verteidigen kann?
Ich gebe zu: Ich würde mich freuen, Alex’ unverkennbares Gefieder wiederzusehen. Und auch Kairas feine Gardinenfederchen fehlen im Nestbild doch sehr.
Nun heißt es abwarten. Kommt Zeit, kommt Storch. 🕊️
Der erste Storch 2026 ist auf dem bezugsfertigen Horst gelandet. In Kolbermoor klappert es nun ganz offiziell wieder.
War es Alex? Kaira? Alex kann ich ziemlich sicher ausschließen. Auch Kaira muss nicht zwingend in Frage kommen.
Hello – hier bin ich dann wohl 😀
Die Besucherzahlen im Stream schossen in die Höhe – und damit auch sofort die große Frage: Wer ist es denn nun? Letztlich ist es mir persönlich aber vollkommen egal. Ein Storch. Einfach ein Storch. Nach so langer Zeit wieder Leben im Nest zu sehen, statt in ein leeres Zuhause zu schauen.
Witzigerweise – wir verfolgen das Nest im Hort inzwischen immer über den Fernseher an der Wand – sagte ich ziemlich genau eine Stunde vorher noch: „Bei dem Regenwetter landet heute eher kein Storch.“ Tja. Falsch gedacht.
Ziemliches Schietwetter
Die Freude ist riesig. Sogar einige Eltern lugten neugierig ums Eck, um den Besucher zu sehen.
16:51 – Wieder abgeflogen. Kommst du zurück? Bleibt er heute Nacht, hätten wir gute Chancen. Sollten allerdings Alex und Kaira ebenfalls zurückkehren (sofern sie den Zug gut überstanden haben), könnte es zu kleinen Diskrepanzen kommen.
🪶 Der Flügel des Weißstorches – Wunderwerk der Natur
1. Vom Flaum zum Flug – Die Entwicklung der Federn
Ein frisch geschlüpftes Storchenküken kommt mit einem gräulich-weißen, weichen Daunenkleid zur Welt. Diese ersten Federn – Nestdaunen – bieten Schutz vor Kälte, sind jedoch nicht wasserabweisend und nicht zum Fliegen geeignet. Bereits nach wenigen Tagen folgt ein zweiter Flaum (Jugenddaune), bevor sich nach ca. 3 Wochen die ersten echten Federn zeigen – die Konturfedern.
1 Tag altes Küken
Küken 3 Wochen alt.
Die Schwungfedern (auch „Remiges“ genannt) an den Flügeln und die Steuerfedern (Rectrices) am Schwanz wachsen dabei zuletzt aus. Sie sind entscheidend für die Flugfähigkeit. Der gesamte Federwechsel (Mauser) ist ein fein abgestimmter Prozess, der sowohl genetisch als auch hormonell gesteuert wird.
Die Flügelspannweite eines erwachsenen Storches beträgt übrigens zwischen 1,80 – 2,00 Meter.
Storch im Flug. Bild: Pixabay „gayulo“
2. Aufbau einer Feder – Stabilität und Leichtigkeit in Perfektion
Federn sind echte Hochleistungsstrukturen. Jede Feder besteht aus:
Federkiel (Calamus): Der hohle, am Körper verankerte Teil.
Federrachis (Schaft): Der zentrale, elastische Mittelteil, der die Federäste trägt.
Fahne (Vexillum): Die breite Fläche der Feder, gebildet aus hunderten kleinen Bärtchen (Barbulae) und Häkchen, die sich wie ein Klettverschluss verhaken. Das macht die Feder stabil und dennoch flexibel.
👉 Wissenschaftlicher Hintergrund: Eine Studie aus dem Journal of Experimental Biology (Tobalske et al., 2010) zeigt, dass Vogelfedern ein optimales Verhältnis von Gewicht zu Stabilität haben. Selbst die Schwungfedern großer Vögel wie dem Weißstorch widerstehen enormen Kräften im Flug – und das bei einem Federgewicht von nur wenigen Gramm.
3. Der Wechsel der Schwungfedern – Ein langer Prozess
Ein ausgewachsener Weißstorch verliert jedes Jahr einige seiner großen Schwungfedern, besonders während der Ruhephasen nach der Brutzeit. Diese Mauser erfolgt symmetrisch: Wenn auf der linken Seite eine Feder ausfällt, folgt meist zeitgleich die entsprechende Feder auf der rechten Seite – so bleibt die Flugfähigkeit erhalten.
Storch im Flug. Bild: Pixabay „Alexas_Fotos“
🕒 Dauer des Federersatzes: Der vollständige Ersatz einer einzigen großen Schwungfeder dauert in der Regel 6 bis 8 Wochen. Bei Altstörchen verläuft die Mauser über mehrere Monate hinweg und betrifft nie alle Schwungfedern gleichzeitig.
📚 Studienhinweis: Lindström et al. (1993) belegten, dass bei Großvögeln wie dem Weißstorch ein vollständiger Ersatz aller Handschwingen ca. 150–180 Tage dauern kann – unter optimalen Bedingungen.
4. Schutz durch schwarze Federn – Melanin als Superkraft
Die schwarzen Schwungfedern des Weißstorches enthalten besonders viel Melanin – ein Pigment, das für mehr als nur Farbe sorgt:
UV-Schutz: Melanin absorbiert schädliche Sonnenstrahlung und schützt das empfindliche Federkeratin.
Mechanische Stärke: Dunkle Federn sind widerstandsfähiger gegen Abrieb – wichtig auf langen Zugreisen.
Mikrobielle Resistenz: Melanin hemmt die Wirkung von Bakterien, die Federn zersetzen könnten.
Ein evolutionär cleverer Schutzmechanismus – besonders für Vögel, die auf Langlebigkeit und Reisefähigkeit angewiesen sind.
5. Tägliche Gefiederpflege – lebenswichtig und früh erlernt
Damit das Gefieder all diese Funktionen dauerhaft erfüllen kann, ist intensive Pflege nötig – und das täglich:
Kaira bei der Gefiederpflege
🕒 Pflegezeit: Ein erwachsener Weißstorch verbringt bis zu 2 Stunden pro Tag mit dem Putzen und Ordnen seines Gefieders. Auch nachts wird immer wieder kurz gepflegt – vor allem nach Regen oder Wind.
Eine Storchenfeder
🪶 Die Bürzeldrüse – Storcheneigenes Pflegeöl Am unteren Rücken, über der Schwanzwurzel, liegt die Bürzeldrüse (Glandula uropygialis). Aus ihr sondert der Storch ein öliges Sekret ab, das mit dem Schnabel über das gesamte Gefieder verteilt wird. Dieses „Einölen“:
hält die Federn geschmeidig,
macht sie wasserabweisend,
schützt vor Austrocknung und Parasiten.
🐣 Auch Küken beginnen früh mit der Pflege Schon nach wenigen Tagen sieht man Küken, wie sie erste Putzbewegungen nachahmen. Zunächst spielerisch und unbeholfen, später gezielt. Noch bevor das erste Federkleid vollständig ausgebildet ist, beginnen sie, mit dem Schnabel durch das Daunengefieder zu fahren. Dieses Verhalten ist angeboren und essenziell für ein gesundes Heranwachsen.
🐥 Für Kinder von 0–3 Jahren
(visuell, sensorisch, sprachlich einfach)
💬 Kleine Worte – große Flügel
„Schau mal, da ist der Storch! Er hat ganz große Flügel. Die sind wie eine Decke aus Federn. Wenn er fliegen will, breitet er sie gaaaanz weit aus.“
🪶 „Die Federn sind wie unsere Haare – er muss sie jeden Tag sauber machen. Mit seinem langen Schnabel streicht er drüber. So bleiben sie schön.“
🧴 „Hinten am Po hat der Storch eine kleine Stelle – da kommt Öl raus! Das reibt er mit dem Schnabel auf die Federn. Wie wenn wir uns eincremen!“
👶 Sensorische Impulse:
echte Feder oder große Kunstfeder zum Anfassen
warmes Öl (neutral, z. B. Mandelöl) auf die Hände träufeln und einreiben – spüren, wie sich „fetten“ anfühlt
sanftes Streichen mit der Feder über Haut oder Kleidung
📌 Kernkompetenzen:
Wahrnehmung und Körperbewusstsein (sensorisch, taktil)
erste sprachliche Begriffe (Feder, Schnabel, Flügel)
emotionale Beziehung zur Natur (Verbindung zum Tier)
🦢 Für Kinder von 3–6 Jahren
(spielerisch, mit Fragen und Bewegung)
🪶 Was macht der Storch da?
„Der Storch putzt seine Federn mit dem Schnabel – jeden Tag! Wie wenn du dir die Haare kämmst. Er macht das, damit sie sauber bleiben. So kann er fliegen, auch wenn es windet oder regnet.“
🧴 „Er hat eine kleine Drüse am Rücken. Daraus kommt Öl – das verteilt er mit dem Schnabel. So wird er nicht nass!“
🐣 „Schon kleine Küken fangen an, ihr Gefieder zu pflegen – sie üben das ganz früh!“
🎭 Aktionsideen:
Rollenspiel: „Ich bin ein Storch“ – Flügelbewegungen, „Feder putzen“, „fetten“
mit weichen Federn massieren – Wie fühlt sich das an?
eigenes „Gefieder“ basteln aus Stoff oder Federn
📌 Kernkompetenzen:
Körper- und Bewegungskoordination (Nachahmung, Rollenspiel)
Sprachentwicklung durch Erklären und Nacherzählen
Naturverständnis und Pflegeverhalten von Tieren
🦅 Für Kinder ab 6 Jahren
(wissensorientiert, mit Fachbegriffen zum Begreifen)
✨ Storchenspa – jeden Tag!
„Ein Storch muss seine Federn gut pflegen – sonst könnten sie brechen oder nass werden, und dann kann er nicht mehr fliegen.“
🧴 Die Bürzeldrüse: „Am unteren Rücken hat er eine Drüse – da kommt ein Öl raus. Damit fettet er jede Feder – das macht sie geschmeidig, glatt und wasserabweisend.“
🕒 Wusstest du? „Ein Storch braucht bis zu 2 Stunden am Tag, um sein Gefieder zu pflegen! Auch in der Nacht macht er kleine Putzpausen.“
🐣 Und die Küken? „Auch die üben das schon früh. So lernen sie: Federn sauber halten ist wichtig – für Wärme, Trockenheit und zum Fliegen!“
🔍 Beobachtungsauftrag:
Suche im Livestream oder auf Fotos: Putzt sich der Storch gerade?
Was benutzt er dafür? (→ Schnabel, Bürzeldrüse)
Siehst du auch ein Küken, das das schon kann?
📌 Kernkompetenzen:
Kognitive Entwicklung: Sachwissen und biologisches Verständnis
Förderung der Beobachtungsfähigkeit
Verantwortung für Tiere und Umwelt entwickeln (nachhaltiges Lernen)
📘 Tagebucheintrag – 10. Juni 2025 Titel: „Hunter – Ein Löwenherz im Storchennest“
Hunter, der Kleine. Er will so sehr leben.
Seit den frühen Morgenstunden lagen alle Augen auf ihm – dem Schwächsten im Nest. Wackelig, erschöpft, aber voller Kampfgeist. Was am Morgen noch hoffnungsvoll schien, wurde mit jeder Stunde schwieriger.
Hunter, ganz unten beim verzweifelten Kampf ums Würmchen
Am späten Vormittag zog Kaira ihm erneut einen Wurm aus dem Schlund – zu lang, zu schwer, zu viel für den geschwächten Körper. Alexander ließ sich über fünf Stunden nicht blicken. Kaira nutzte die Zeit zunächst, um Schatten zu spenden und Fliegen zu verjagen – doch irgendwann wandte sie sich Hunter zu.
Am späten Nachmittag begann sie, auf ihn einzupicken. Und auch Pitti und Platsch machten mit – ob aus Instinkt oder weil sie das Verhalten der Altvögel nachahmen, vermag ich nicht zu sagen. Dafür fehlt mir das fachliche Wissen. Diese Szenen möchte ich euch aber nicht zeigen.
Als deutlich wurde, dass dies wohl der Beginn eines Rauswurfs war, informierte ich die Hofbesitzerin. Ich war bereit, jederzeit loszufahren.
Kurz darauf lag Hunter am Rand des Nestes – ich fuhr los. Unten war die Rettungskette bereits bereit. Doch zuerst kam Mia.
Alexander kurz nach dem Wechsel, ich war noch dort.
Ich erspare euch das Bild. Ich konnte sie beerdigen. Sie war gut genährt, der Kropf aber vollkommen leer – bei ihr war es wohl wirklich das Auskühlen oder ein schwächeres Immunsystem.
Und Hunter? Er hatte sich erneut ins Nest zurückgekämpft. Auf Biegen und Brechen. Doch seine Kräfte waren sichtbar erschöpft.
Und dann – als Alexander zurückkam – ein Wunder: Hunter klapperte. Ein leises, aber deutliches Lebenszeichen.
Doch er bekam nichts ab. Zu schwach.
Als Kaira um 20 Uhr wiederkam, sah man als Zuschauer deutlich, wie schlimm es um ihn stand. Es lagen gefühlt ein Pfund Würmer im Nest – doch Hunter bekam keinen einzigen. Sein Körper war zu schwach, um sich zu beteiligen.
Mittlerweile gehe ich davon aus, dass er die Nacht nicht überleben wird.
So traurig es ist – es zeigt auf erschütternde Weise, wie hart und erbarmungslos die Natur sein kann. Hunter ist sehr mager. Sein Kropf sichtbar leer. Das Brustbein tritt deutlich hervor. Man kann Kaira nicht böse sein. Sie handelt ihrem Instinkt. Emotionales vergleichen wäre vollkommen fehl am Platz oder sie für etwas zu beschuldigen in ihrem „Tun und Handeln“. Kaira macht ihren Job wirklich gut als Storchenmama und das beweist sie Tag für Tag.
Und doch – eines weiß ich sicher: Wenn dieser unglaublich starke kleine Storch ins Regenbogenland geht, wird er für mich immer ein ganz besonderes Küken bleiben.
Ein Löwenherz. Er wird für immer einen Platz in meinem Herzen haben. Zum Abschluss noch ein etwas schöneres Bild.