Der erste Storch 2026

Der erste Storch 2026

Tagebuch – 24. Februar 2026

15:21:59 – Einflugschneise rechts.
15:22:12 – Touchdown. Landung.

Und die ersten FĂŒĂŸe sind im Nest

Der erste Storch 2026 ist auf dem bezugsfertigen Horst gelandet.
In Kolbermoor klappert es nun ganz offiziell wieder.

War es Alex? Kaira?
Alex kann ich ziemlich sicher ausschließen. Auch Kaira muss nicht zwingend in Frage kommen.

Hello – hier bin ich dann wohl 😀

Die Besucherzahlen im Stream schossen in die Höhe – und damit auch sofort die große Frage: Wer ist es denn nun?
Letztlich ist es mir persönlich aber vollkommen egal.
Ein Storch. Einfach ein Storch. Nach so langer Zeit wieder Leben im Nest zu sehen, statt in ein leeres Zuhause zu schauen.

Witzigerweise – wir verfolgen das Nest im Hort inzwischen immer ĂŒber den Fernseher an der Wand – sagte ich ziemlich genau eine Stunde vorher noch:
„Bei dem Regenwetter landet heute eher kein Storch.“
Tja. Falsch gedacht.

Ziemliches Schietwetter

Die Freude ist riesig. Sogar einige Eltern lugten neugierig ums Eck, um den Besucher zu sehen.

16:51 – Wieder abgeflogen.
Kommst du zurĂŒck?
Bleibt er heute Nacht, hÀtten wir gute Chancen.
Sollten allerdings Alex und Kaira ebenfalls zurĂŒckkehren (sofern sie den Zug gut ĂŒberstanden haben), könnte es zu kleinen Diskrepanzen kommen.

Es bleibt spannend.

Eure Cindy

Hunter – Ein Löwenherz im Storchennest

Hunter – Ein Löwenherz im Storchennest

📘 Tagebucheintrag – 10. Juni 2025
Titel: „Hunter – Ein Löwenherz im Storchennest“

Hunter, der Kleine.
Er will so sehr leben.

Seit den frĂŒhen Morgenstunden lagen alle Augen auf ihm – dem SchwĂ€chsten im Nest. Wackelig, erschöpft, aber voller Kampfgeist. Was am Morgen noch hoffnungsvoll schien, wurde mit jeder Stunde schwieriger.

Hunter, ganz unten beim verzweifelten Kampf ums WĂŒrmchen

Am spĂ€ten Vormittag zog Kaira ihm erneut einen Wurm aus dem Schlund – zu lang, zu schwer, zu viel fĂŒr den geschwĂ€chten Körper. Alexander ließ sich ĂŒber fĂŒnf Stunden nicht blicken. Kaira nutzte die Zeit zunĂ€chst, um Schatten zu spenden und Fliegen zu verjagen – doch irgendwann wandte sie sich Hunter zu.

Am spĂ€ten Nachmittag begann sie, auf ihn einzupicken. Und auch Pitti und Platsch machten mit – ob aus Instinkt oder weil sie das Verhalten der Altvögel nachahmen, vermag ich nicht zu sagen. DafĂŒr fehlt mir das fachliche Wissen. Diese Szenen möchte ich euch aber nicht zeigen.

Als deutlich wurde, dass dies wohl der Beginn eines Rauswurfs war, informierte ich die Hofbesitzerin. Ich war bereit, jederzeit loszufahren.

Kurz darauf lag Hunter am Rand des Nestes – ich fuhr los.
Unten war die Rettungskette bereits bereit. Doch zuerst kam Mia.

Alexander kurz nach dem Wechsel, ich war noch dort.

Ich erspare euch das Bild. Ich konnte sie beerdigen. Sie war gut genĂ€hrt, der Kropf aber vollkommen leer – bei ihr war es wohl wirklich das AuskĂŒhlen oder ein schwĂ€cheres Immunsystem.

Und Hunter?
Er hatte sich erneut ins Nest zurĂŒckgekĂ€mpft. Auf Biegen und Brechen. Doch seine KrĂ€fte waren sichtbar erschöpft.

Und dann – als Alexander zurĂŒckkam – ein Wunder: Hunter klapperte.
Ein leises, aber deutliches Lebenszeichen.

Doch er bekam nichts ab. Zu schwach.

Als Kaira um 20 Uhr wiederkam, sah man als Zuschauer deutlich, wie schlimm es um ihn stand. Es lagen gefĂŒhlt ein Pfund WĂŒrmer im Nest – doch Hunter bekam keinen einzigen. Sein Körper war zu schwach, um sich zu beteiligen.

Mittlerweile gehe ich davon aus, dass er die Nacht nicht ĂŒberleben wird.

So traurig es ist – es zeigt auf erschĂŒtternde Weise, wie hart und erbarmungslos die Natur sein kann. Hunter ist sehr mager. Sein Kropf sichtbar leer. Das Brustbein tritt deutlich hervor. Man kann Kaira nicht böse sein. Sie handelt ihrem Instinkt. Emotionales vergleichen wĂ€re vollkommen fehl am Platz oder sie fĂŒr etwas zu beschuldigen in ihrem „Tun und Handeln“. Kaira macht ihren Job wirklich gut als Storchenmama und das beweist sie Tag fĂŒr Tag.

Und doch – eines weiß ich sicher:
Wenn dieser unglaublich starke kleine Storch ins Regenbogenland geht, wird er fĂŒr mich immer ein ganz besonderes KĂŒken bleiben.

Ein Löwenherz.
Er wird fĂŒr immer einen Platz in meinem Herzen haben. Zum Abschluss noch ein etwas schöneres Bild.

Auftauchen, Klappern, Abtauchen – herrlich.

Das dritte KĂŒken ( Mia ) ist da

Das dritte KĂŒken ( Mia ) ist da

📔 Tagebucheintrag – Mia ist da!
04. Juni 2025

Heute Nacht gegen 1:04 Uhr war es so weit: KĂŒken Nummer 3, unsere kleine Mia, hat den Deckel geöffnet – sprich: Das Ei war oben offen, ein klarer Hinweis auf den finalen Schlupf. Um 2:31 Uhr verlor sie dann ihren „Hut“ – die Eierschale hing ihr wie bei Calimero auf dem Kopf, und ja, ganz ehrlich: So blieb sie auch kurz in Erinnerung. Der Spitzname „Calimero“ war geboren. Um 3:08 Uhr war es dann offiziell – Mia war vollstĂ€ndig geschlĂŒpft. Willkommen, kleine KĂ€mpferin!

Mia vorne zu sehen

Am Morgen herrschte direkt reges Treiben im Nest. Die Eltern wechselten sich ab, und es galt, hungrige SchnĂ€bel zu fĂŒllen. Pitti, das ErstgeschlĂŒpfte, haute sich einen Wurm rein, der gefĂŒhlt lĂ€nger als er selbst war – Respekt! Mia hingegen setzte auf die Taktik „Erst mal hinlegen“. Mitten auf dem Wurmsalat ein kleines Nickerchen – kann man machen. 😄

Schon weich – so Wurmig

Das bunte Gewusel im Nest sorgt fĂŒr echtes Kopfkino – man könnte stundenlang zusehen, wie da gedrĂ€ngelt, geschnĂ€belt und gefĂŒttert wird. Ich hoffe sehr, dass die FĂŒtterungsintervalle sich nun weiter verdichten, denn drei MĂ€ulchen wollen ordentlich versorgt sein.

Ein besonderes Highlight heute: Alexander war gut im linken Feld zu sehen, vielleicht auf Beutezug oder einfach zur Kontrolle. Immer wieder faszinierend, wie viel man auch um das Nest herum beobachten kann.

Und ich selbst? Ich habe heute einen ganz besonderen Termin: Ich besuche die Naturgruppe im Haus fĂŒr Kinder Kolbermoor (KiTa). Zum ersten Mal werde ich dort mein Portfolio vorstellen und die Kinder ĂŒber unsere Störche informieren – ĂŒber ihre Lebensweise, Zugrouten, Gefahren, Fortpflanzung und natĂŒrlich darĂŒber, was wir Menschen – auch schon die Kleinsten – zum Schutz dieser faszinierenden Tiere beitragen können.

Ich bin schon sehr gespannt, wie die Kinder reagieren und ob ich spĂ€ter ein paar EindrĂŒcke und Fotos mit euch teilen darf. 💚

Bis dahin: Willkommen, Mia – möge dein Start ins Storchenleben von WĂ€rme, WĂŒrmern und Wunder begleitet sein!

Halbzeit der Brutzeit und Don Krawallo

Halbzeit der Brutzeit und Don Krawallo

📔 Tagebucheintrag – Halbzeit der Brutzeit 🐣

Liebes Tagebuch,
🎉 Wir feiern heute Halbzeit! Die Eier liegen wie kleine SchĂ€tze im Nest – und was wĂ€re ein solcher Meilenstein ohne ein kleines Drama auf dem Horst?

Gestern Abend trat mal wieder Don Krawallo auf die BĂŒhne – besser bekannt als Alexander mit Stimmung. đŸ•șđŸȘ”
Ein Ast – schon auf dem Horst platziert – gefiel ihm plötzlich nicht mehr. Ob der zu schief lag oder ihm einfach quer im Schnabel stand – wer weiß das schon. Jedenfalls fing unser Don an, wild daran herumzunesteln. Es war ein Kampf. đŸ„Š
Alexander vs. Ast – Runde 1:
Schnabel links, Ast rechts.
Schnabel drĂŒckt, Ast rollt.
Schnabel schimpft, Ast… bleibt frech. đŸ˜€
Kaira? Beobachtete das Ganze mit diesem speziellen Blick:
👉 „Ich… kann… nicht… mehr.“ 😑

Doch damit nicht genug. Nachdem er genug Theater gemacht hatte, kam Phase 2:
Stocher-Angriff.
Nicht, weil er nett sein wollte – oh nein –
Alexander forderte lautstark und penetrant sein Brutrecht ein.
Er liebt das BrĂŒten ja.
Also: Zack, zack Kaira, steh auf – mein Platz!
Und Kaira, halb genervt, halb neugierig, erhob sich… allerdings nicht wegen seiner Forderung – sondern weil sie einen genaueren Blick auf Alexanders kreative Bauidee werfen wollte. 👀đŸȘș
Was sie sah? Offenbar… genug. 😂

Und das sah wiederum Alexander. Und wie er das sah!
Sofort schoss er hinĂŒber – wie ein wĂŒtender Kunstlehrer, der sein Werk vor kritischen Blicken schĂŒtzen will – und machte ihr klar:
👉 „Nicht anfassen! Das gehört so! Das ist mein Meisterwerk!“
Von Brutlust war ab diesem Moment keine Spur mehr.
Er hatte völlig vergessen, dass er eigentlich brĂŒten wollte. đŸ€·â€â™‚ïž

Kaira stieg mit stoischer Ruhe wieder auf die Eier.
Alexander zog sich zurĂŒck – wahrscheinlich, um innerlich noch ein bisschen mit dem Ast zu diskutieren.
Und die Nacht?
Ruhig. Sehr ruhig.
(Man munkelt, auch der Ast hat endlich seine Ruhe gefunden.) 😅

Video gibt’s hier:


Auf die nĂ€chsten 16 Tage! đŸŁđŸ•Šïž

Alexander der Strohwitwer und Blick nach Fohrde

Alexander der Strohwitwer und Blick nach Fohrde

Seit gestern Abend war es ungewöhnlich still im Nest. Um 20:38 Uhr war Kaira nach einem kurzen, aber heftigen Abwehrklappern gemeinsam mit Alexander gegen mögliche Fremdstörche abgeflogen – und kehrte nicht zurĂŒck. Dunkel war es schon. Die Stunden zogen sich. Und sie blieb verschwunden.

Alexander blieb allein – unser brĂŒtender Gentleman. Doch statt aufgeregt oder suchend zu wirken, blieb er ĂŒberraschend gelassen. In der Nacht wendete er mehrfach die Eier, tat alles, was getan werden musste. Aber kein aufgeregtes Umhersehen, kein Rufen. Fast so, als wĂŒsste er: „Sie ist nicht weit.“

Und vielleicht hatte er recht.

Kurz vor Sonnenaufgang, gegen 6:30 Uhr, schrieb eine Anwohnerin im Chat, sie sehe einen Storch auf der Wiese nahe dem Nest. Sie wohnt nicht weit – es könnte Kaira gewesen sein. Vielleicht hatte sie sich einfach ein paar Stunden Auszeit genommen, irgendwo ganz in der NĂ€he. Auf dem Dach beim HĂŒhnerstall vielleicht? Wer weiß.

Dann – 6:46 Uhr: Kaira ist zurĂŒck!
Ganz selbstverstĂ€ndlich landet sie im Nest, als wĂ€re sie nie weg gewesen. BegrĂŒĂŸungsklappern mit Alexander, keine Spur von Drama oder Hektik. Und kaum ist sie da, nutzt Alexander die Gelegenheit: Er hebt ab – Zeit fĂŒrs FrĂŒhstĂŒck! 🐾đŸȘ°

Kaira kommt endlich zurĂŒck

Die Rollen wieder verteilt. Die Welt wieder in Ordnung.

Und ich? Ich musste lĂ€cheln. Manchmal sagt ein Blick mehr als 1000 Klapperlaute. Vielleicht war Kaira nie wirklich weg – nur kurz mal nicht sichtbar.

Legen wir heute mal einen kleinen Seitenblick in mein befreundetes Nest in Fohrde, zu Elli & Otto.
đŸ•Šïž Update aus dem Storchennest Fohrde – Elli & Otto

WĂ€hrend andernorts bereits gebrĂŒtet wird und der Nachwuchs in den Startlöchern steht, ist es in Fohrde dieses Jahr noch ungewöhnlich ruhig. Elli und Otto sind zwar wie gewohnt im Nest, sie zeigen Paarbindung, klappern gemeinsam, bauen und kuscheln – doch bislang, Mitte Mai, sind keine Eier im Nest.

FĂŒr uns Beobachter*innen mag das enttĂ€uschend oder sogar beunruhigend wirken – aber in der Natur gibt es keine Garantie. Manchmal entscheiden sich Störche bewusst gegen eine Brut – sei es wegen des Wetters, des Nahrungsangebots oder innerer UmstĂ€nde. Vielleicht ist Elli noch jung oder hatte einen stressigen Heimflug. Vielleicht passt es dieses Jahr einfach nicht. Und das ist auch okay.

Das Wichtigste ist: Elli und Otto wirken gesund. Sie zeigen Nestbindung, sie sind prĂ€sent. Und allein das ist ein kleines Wunder, das wir Tag fĂŒr Tag bestaunen dĂŒrfen.

Elli & Otto

Wir bleiben natĂŒrlich weiter aufmerksam und drĂŒcken den beiden – und uns – ganz sanft die Daumen. Und falls dieses Jahr brutfrei bleibt, dann genießen wir eben ihr Zusammensein und hoffen auf ein starkes 2026. Um es ganz mit einem Zitat von Lars dem Betreiber zu schliessen: „Nee, die Hormone fallen ab, egal, tolle Bindung wird das und nĂ€chstes Jahr geht es wieder richtig ab. Dieses Jahr halt mal keen Streß.“

Bis Bald, eure Cindy

Kaira legt das vierte Ei

Kaira legt das vierte Ei


📘 Tagebucheintrag – 4. Mai 2025

Heute war es wieder soweit – Kaira hat ihr viertes Ei gelegt! đŸ„š
Schon gegen 21:06 Uhr zeigte sie das typische unruhige Verhalten: stĂ€ndiges Aufstehen, Hinlegen, wieder Aufstehen… Ein eindeutiges Zeichen dafĂŒr, dass es bald soweit sein wĂŒrde. Die Wehen setzten kurz darauf ein – ein stilles, intensives Schauspiel unter dem dunklen Himmel, begleitet vom leisen Trommeln des Regens.

Kaira ließ uns diesmal lange zappeln: Erst um 22:04 Uhr gewĂ€hrte sie uns endlich einen Blick auf das neue Ei. Vermutlich wollte sie bei dem anhaltenden Regen nicht unnötig aufstehen und das Ei ungeschĂŒtzt lassen – ganz die fĂŒrsorgliche Mutter, die sie ist. đŸ’§â€ïž

Nun liegen vier wunderschöne Eier im Nest, eng aneinander geschmiegt unter Kairas wĂ€rmenden Federn. Wir sind gespannt, ob es noch ein fĂŒnftes geben wird – aber heute feiern wir erst einmal dieses neue kleine Wunder!

Habt ihr schon das lustige Video von gestern gesehen? Es gab ein paar sehr lustige Momente:


Zusammenfassung gestriger Tag

Zusammenfassung gestriger Tag

Storchentagebuch – RĂŒckblick auf den 29. April 2025

Der gestrige Tag im Horst verlief ĂŒberwiegend ruhig. Alex ĂŒbernahm den Großteil der Brutpflege und saß aufmerksam auf den Eiern. Auch Kaira war immer wieder prĂ€sent und kĂŒmmerte sich zeitweise um das Gelege, sodass sich die beiden gut abwechselten.

Allerdings kam es zu drei kurzen Momenten, in denen das Nest unbeaufsichtigt blieb. Die Eier lagen jeweils nur wenige Minuten allein – vermutlich hielten sich Alex und Kaira direkt unterhalb des Horstes auf. Dennoch ist es eher ungewöhnlich, dass ein Ei ĂŒberhaupt unbeaufsichtigt bleibt, gerade in der frĂŒhen Phase der Brut.

Spannend wird es heute Abend: Alles deutet darauf hin, dass das zweite Ei im Anflug ist. Die Vorbereitungen und das Verhalten von Kaira lassen darauf schließen, dass es nicht mehr lange dauern dĂŒrfte.

Insgesamt zeigen Alex und Kaira ein engagiertes Brutverhalten – das Warten auf den nĂ€chsten großen Moment geht weiter!

Glaubt ihr eigentlich an Orakel ? 😀
Ich habe von meiner Schwiegermutter ein Bild geschenkt bekommen, das sie bereits 2018 gemalt hat. Es sind zwei Störche mit 3 Jungtieren im Nest. Mal gucken ob dieser Fall auf unser Nest zutrifft. Dann ist sie nicht nur unglaublich toll beim Malen, sondern auch eine „In die Zukunft schauende Frau“:

Das Nest steht nun ebenfalls

Das Nest steht nun ebenfalls

Liebe Storchenfreunde,

heute, am 18. November 2024, haben wir unseren grĂ¶ĂŸten Meilenstein erreicht. Aber fangen wir von vorne an, denn ganz ohne Strapazen ging es dann doch nicht vonstatten.

Unser Klapper-Date begann bereits frĂŒh um 8:00 Uhr in Kolbermoor am Kinderhort. Das Nest und die Einstreu haben wir in den AnhĂ€nger verfrachtet und uns auf den Weg gemacht.

Dort angekommen, war Stefan – auch hier nochmal ein riesengroßes Dankeschön fĂŒr diese spontane Bagger-Aktion! Ohne dich hĂ€tten wir einen riesigen RĂŒckschlag hinnehmen mĂŒssen – schon fleißig am Arbeiten. Schließlich musste das Kabel ordnungsgemĂ€ĂŸ unter der Erde und tief genug verlegt werden.

Ja wer baggert denn da? 😀

Zwischendurch habe ich uns mit Brezen und Kaffee fĂŒrstlichst versorgt. Hehe.

Gegen 10 Uhr wollten wir das Kabel durch den neu gekauften Kabelschutz (Tierfraßschutz) schieben. Tja, der Schutz war zwar neu, aber leider zu eng fĂŒr den LAN-Stecker. Das bedeutete: Die gesamte Steckereinheit musste abgezwickt und neu angebracht werden. Oder besser gesagt: Unser guter IT-Mensch T. hat das fĂŒr uns erledigt. Auch er gibt wirklich immer alles und ist „mal eben schnell“ von der Arbeit zu uns rausgekommen.

Auf 35 Metern wurde dann zu dritt geschĂŒttelt (nicht gerĂŒhrt!), damit das Kabel auch wirklich durch die komplette LĂ€nge passte. Stecker neu angebracht – mittlerweile war es kurz vor 11:30 Uhr.

Am Nest angekommen, stellten wir fest, dass die „Dachkabine“ und die Halterung der Kamera zu niedrig waren. Die Instar PZR Cam ist eben nicht nur preislich, sondern auch von der GrĂ¶ĂŸe her ziemlich beeindruckend. 😅

Also verschoben wir das Aufstellen des Nests und das Ausrichten der Kamera auf den Nachmittag.

PĂŒnktlich nach meinem Dienstende um 15:00 Uhr fuhr ich raus – und freute mich wie verrĂŒckt, als das Nest bereits von Stefan verschraubt wurde. NatĂŒrlich wollte ich unbedingt selbst mit unserem KiTa-Maskottchen, dem Cariki-Flatterdrachen, hochfahren.

Cariki Flatterdrache in luftiger Höhe.

Schließlich braucht so ein Drache doch ein Selfie aus luftiger Höhe! Ich habe die Kamera dann final justiert und eine Ansicht eingestellt, die meines Erachtens ideal ist: Wir haben die Berge unseres wunderschönen Voralpenlands im Blick und etwa 80 % vom Nest. So viel, dass man auch einen Storch im Stehen in voller Pracht sehen kann.

Unsere Ansicht – schon sehr bald Live

Als ich wieder festen Boden unter den FĂŒĂŸen hatte, ist Stefan ein letztes Mal hochgefahren, um die Einstreu einzubringen. Xeni, unser treuer Hofhund, hat sich sehr ĂŒber den kleinen „Strohregen“ gefreut. Haha.

Ja, und dann, als die DĂ€mmerung einsetzte, standen wir da: Die Schuhe voller Erdbrocken, Stroh im Haar und ein wohlverdientes Feierabendbier in der Hand. Ehrlich gesagt, hatte ich – mal wieder – einen sehr bewegenden Moment.

Da unten zu stehen. Vor meinem Masten. Vor meinem Traum. Es ist wirklich passiert. Ich schaue nach oben, sehe das fertiggestellte Storchennest – und hĂ€tte beinahe losgeheult. Vor GlĂŒck. Weil sich immer, wenn Probleme aufgetaucht sind, neue TĂŒren geöffnet haben.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie unglaublich dankbar ich bin: fĂŒr die Spenden, die lieben Worte, die Community, meine Familie. Da steht es, dieses Nest – und ich liebe es. Alles. WOW – einfach nur WOW! (Bei diesen Zeilen könnte ich schon wieder loslegen, also lassen wir das jetzt lieber. :-D)

Das Nest (Hier noch ohne Einstreu)

Was fĂŒr ein Tag.

Am Freitag wird das Kabel von der „Routerseite“ ĂŒber das Bauernhaus bis in die Wohnung gezogen. Entweder geht der Livestream am Freitagabend online oder spĂ€testens (zu 99 %) am Samstag.

Und dann geht’s los. Auch darĂŒber erfahrt ihr natĂŒrlich alles von uns!

Ich lasse jetzt erstmal meinen Abend auf dem Sofa ausklingen. Ehrlich – ich bin mega-erledigt und freue mich riesig auf mein Bett.

Bis sehr bald,
Eure Cindy

Nestbau im Herbst

Nestbau im Herbst

Liebe Storchenfreunde aus dem Voralpenland & alle weiteren Storchenfans,

Unser Nest hat per Schwiegereltern-Express das schöne Kolbermoor erreicht. Heute beginnen wir gemeinsam mit den Löwenkindern aus dem Hort, das Nest aus Haselzweigen zu binden. In der Mitte werden wir das Nest so auspolstern, dass kein Saatgut enthalten ist, das ĂŒber den Winter Schimmelpilze beherbergen könnte. Stattdessen verwenden wir sehr altes Stroh und/oder Holzwolle. Diese Empfehlung stammt auch vom NABU (Naturschutzbund).

Viel grĂŒn in meinem grĂŒnen Auto

Unsere INSTAR-Kamera wurde ebenfalls abgeholt, um sie schon einmal einzurichten.

Die Baufirma war gestern da, nimmt diese Woche die Maße und beginnt dann bereits mit dem Aushub fĂŒr das Fundament. Leider habe ich von unserem Schweißer noch keine RĂŒckmeldung erhalten. Ich hoffe, dass wir trotz des aktuellen Tempos keinen RĂŒckschlag erleiden und er uns nicht abspringt, da ich – Stand jetzt – keinen Plan B habe.

Aber fĂŒr alles gibt es eine Lösung.
Bis dahin, liebe Storchenfreunde,
Cindy / Modecat

Nisthilfe ist auf dem Weg

Nisthilfe ist auf dem Weg

Liebe Storchenfreunde,
ursprĂŒnglich wollten wir mit den Kindern die Nisthilfe aus Naturmaterialien, insbesondere Holz, gestalten. In der Praxis mussten wir jedoch feststellen, dass uns nicht nur der Zeitfaktor, Stichwort: KiTa-Feiern, davon abhĂ€lt, das Ganze umzusetzen. Auch die Anleitung zum Bau war fĂŒr uns als Laien nicht so gut beschrieben, dass wir problemlos und zĂŒgig hĂ€tten bauen können. Also musste eine Nisthilfe aus Metall her. Ich musste nicht lange suchen und fand einen unglaublich netten Mann aus Brevenstedt, der uns eine gebaut hat.

Meine Schwiegereltern bringen diese bereits heute Nacht nach Kolbermoor, sodass sie morgen, am Sonntag, bei mir ankommt.

In der kommenden Woche werden wir gemeinsam mit den Kindern das Reisig einflechten und die NistflĂ€che startklar machen. Außerdem beginnt die Planung und das Legen des Fundaments. Die Kamera und die gesamte Technik werden ebenfalls in der kommenden Woche getestet und auf ihre FunktionalitĂ€t geprĂŒft.

Wie ihr seht, geht es richtig rund. Schließlich soll alles fertig sein, bevor die ersten FrostnĂ€chte kommen.

Wir lesen uns nÀchste Woche wieder.

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