Das vierte Ei und somit ein Quartett

Das vierte Ei und somit ein Quartett

Tagebuch – Ei Nr. 4 bei Kaira & Felix

Zuerst dachte ich: Hm, da kommt kein viertes Ei mehr. Kaira wirkte nach 21 Uhr noch völlig entspannt, döste auf einem Bein vor sich hin, während Felix treusorgend auf den Eiern saß. Alles sah nach einem ruhigen Abend aus.

Doch dann kam Bewegung in die Sache.

Kaira begann mit ihrem ganz typischen Ablauf: Sie stochert vor sich in der Schale, steht mehrmals auf und setzt sich wieder – meist drei- bis fünfmal. Kurz vor der eigentlichen Eiablage verliert sie immer eine kleine „Prise“, bevor sie sich hinlegt. Dann folgt dieses hektische „Wiggeln“ mit den Beinen – und genau in diesem Moment weiß man: Jetzt geht’s los.
Bei allen vier Eiern bisher exakt das gleiche Spiel.

Um 21:58 Uhr war es dann soweit – Ei Nummer 4 ist da. Und um 22:03 Uhr, etwas früher als sonst, durften wir schon den ersten Blick darauf erhaschen.

Für mich darf es jetzt gerne bei vier Eiern bleiben. Sollte übermorgen kein weiteres mehr kommen, beginnt nun die ruhigere Phase. Kein „Taka Taka“ mehr – sondern nur noch entspanntes „Brüti Brüti“.

Eure Cindy

Hier noch das Video der Eiabalage

Ei Nummer drei ist da

Ei Nummer drei ist da

Ein leiser Moment voller Wunder – Ei Nummer drei ist da

Gegen 21 Uhr lag wieder diese besondere Spannung in der Luft. Kaira wurde unruhiger, suchte ihren Platz, richtete sich immer wieder neu aus – ein sicheres Zeichen: Das dritte Ei kündigte sich an. Und tatsächlich, kurz darauf war es soweit. Still, fast unscheinbar, und doch ein großer Moment – Ei Nummer drei ist gelegt.

Die Freude darüber ist kaum in Worte zu fassen. Es sind diese kleinen Augenblicke, die alles bedeuten. Um 21:28 Uhr durften wir dann den ersten Blick auf das neue Ei werfen. Behutsam eingebettet, bereits liebevoll umsorgt – ein weiteres kleines Versprechen im Nest.

Mit drei Eiern wächst nicht nur das Gelege, sondern auch die Vorfreude. Wenn alles weiterhin so verläuft, könnte bereits morgen, am 14. April, das vierte und vermutlich letzte Ei folgen.

Der Blick richtet sich aber auch schon weiter nach vorne: Der Schlupfzeitraum dürfte – bei weiterhin gutem Verlauf – etwa um den 12. Mai beginnen. Noch liegt ein Stück Zeit vor Kaira und Felix, geprägt von Geduld, Fürsorge und dem stetigen Wechsel auf dem Nest.

Und wir? Wir dürfen weiter beobachten, mitfiebern und staunen.

Das zweite Ei bei Kaira & Felix

Das zweite Ei bei Kaira & Felix

Tagebucheintrag – Das zweite Ei ist da

Was für ein besonderer Moment im Nest von Kaira und Felix: Um 22:02 Uhr wurde das zweite Ei gelegt. Ein weiterer Meilenstein – ruhig, beinahe unscheinbar, und doch so bedeutend.

Die erste Sichtung gelang uns um 22:13 Uhr. Und kaum entdeckt, zeigte sich auch schon Felix von seiner besten Seite: Der werdende Vater des Jahres ließ sich nicht lange bitten und setzte sich direkt fürsorglich auf das Ei – als hätte er genau gewusst, was jetzt zu tun ist.

Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, wie instinktiv und liebevoll die beiden agieren. Mit jedem Ei wächst die Spannung – und die Vorfreude auf das, was bald folgen könnte.

Jetzt beginnt erneut das geduldige Warten.

Zwischen Frost und Hoffnung – Warum im Kolbermoorer Horst noch kein Ei liegt

Zwischen Frost und Hoffnung – Warum im Kolbermoorer Horst noch kein Ei liegt

Gefühlt überall liest man: Hier ein Ei, dort das erste Gelege. Nur in Kolbermoor bleibt es bislang ruhig.

Natürlich war es im letzten Jahr eine Ausnahme, dass bereits am dritten Tag nach der Zusammenkunft von Alex & Kaira das erste Ei gelegt wurde. Damals spielten jedoch auch besondere Umweltbedingungen eine Rolle – wir waren bereits deutlich weiter im Frühjahr, Ende April, mit entsprechend stabileren Temperaturen.

Und jetzt?

Na?

Seit rund zehn Tagen beobachten wir Kaira & Felix mit zahlreichen Tretakten. Dabei wird schnell deutlich: Nicht jeder Tretakt von Felix sitzt perfekt. Das muss er aber auch nicht. Ein einziger erfolgreicher Tretakt reicht aus, um ein komplettes Gelege zu befruchten. Zudem besitzen Storchenweibchen die Fähigkeit, den aufgenommenen Samen über mehrere Tage hinweg zu speichern und zeitlich versetzt zu nutzen. Zwischen 7 und 14 Tagen liegt man immer noch im Schnitt. Woanders kann es 3 Wochen dauern 🙂

Was oft vergessen wird: Noch immer befinden sich viele sogenannte Ostzieher auf dem Rückweg aus ihren Winterquartieren. Diese treffen häufig erst bis Anfang April, teilweise sogar bis Mitte April ein. Und das ist völlig ausreichend – denn mit zunehmender Wärme verbessern sich die hormonellen Voraussetzungen für die Eiproduktion deutlich.

Die Natur folgt hier klaren Mechanismen. Die Evolution hat über lange Zeiträume hinweg dafür gesorgt, dass Fortpflanzung dann erfolgt, wenn die Bedingungen möglichst günstig sind.

Storchenweibchen können ihre Eiablage aktiv beeinflussen und an äußere Umstände anpassen. Zu den wichtigsten Faktoren zählen:

  • Nahrungsverfügbarkeit
  • Störungen am Horst (z. B. anhaltende Kämpfe, wie aktuell ein Nest zeigt, in dem ein Schwarzstorch sogar ständig ein Paar verjagt)
  • und vor allem das Wetter

Gerade das Wetter spielt aktuell eine entscheidende Rolle. Nach etwa anderthalb ungewöhnlich warmen Wochen folgten in Kolbermoor wieder Schnee, Frost und Regen. Keine optimalen Bedingungen für eine Eiablage.

Doch die Prognose ist vielversprechend: Ab Sonntag steigen die Temperaturen spürbar an, teilweise auf über 20 Grad. Das sind genau die Reize, die den Brutbeginn begünstigen können.

Und wenn dennoch keine Eier kommen?
Dann gilt weiterhin:
Keine Eier, keine Küken – und kein Drama.

Ja, wo isses denn?

Wir beobachten, wir begleiten – aber beeinflussen können wir es nicht. Und das ist auch gut so. Aber wer weis – vielleicht gibts Ostern ja die Eier 😉

Störche vor der Linse eines Hobbyfotografen

Störche vor der Linse eines Hobbyfotografen

Die folgenden beeindruckenden Aufnahmen stammen vom Hobbyfotografen Erwin Kühnel, der sich mit großer Leidenschaft der Naturfotografie widmet und dabei – neben vielen weiteren Motiven – auch immer wieder Störche vor die Linse bekommt.

In freundlicher Absprache und unter namentlicher Nennung darf ich euch diese außergewöhnlich schönen Bilder hier zeigen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Erwin Kühnel für die Erlaubnis zur Veröffentlichung auf dieser Website.

Zum Schutz der Tiere und ihrer Lebensräume möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass keine genauen Standortangaben gemacht werden. Es handelt sich um Nester aus der weiteren Umgebung der Region rund um Kolbermoor. Bitte seht davon ab, gezielt Nester aufzusuchen oder die Tiere zu stören.

Vielen Dank für euer Verständnis und den respektvollen Umgang mit den Bildern und der Natur.
Im folgenden könnt ihr die Bilder zur vollen Größe anklicken.

Taka-Taka am Schlecht Wetter Tag

Taka-Taka am Schlecht Wetter Tag

Heute zeigte sich das Wetter in Kolbermoor deutlich kühler, nachdem sich bereits gestern Mittag eine Kaltfront angekündigt hatte. Während in Kirchzarten das Nest rund 5 cm Neuschnee abbekam und die Eier – fast wie der heilige Gral – warm und behütet unter Ulla & Edgar hervorleuchteten, herrschte bei uns typisches Aprilwetter: kühle Brise, Regen, Graupelschauer und zwischendurch wilde Schneeflocken. Allerdings blieb es insgesamt doch milder als ursprünglich vorhergesagt.

Mogst schmusen? Mir war’s wurst

Kaira hatte sich mit dem Regeneinbruch gestern wieder für das Silo entschieden – ihr bevorzugter Rückzugsort, den sie zuverlässig immer dann aufsucht, wenn sie keine Verpflichtungen hat.

Unser Zuhause !!

Am Morgen kehrte sie zurück, und dann hieß es: Taka Taka. Der Begriff stammt ursprünglich von einem Chatter aus dem YouTube-Kanal – und ich feiere ihn jedes Mal aufs Neue. Nachdem Felix in der Nacht zuvor immer wieder versucht hatte, für Nachwuchs zu sorgen, schien er sich zu denken: Wenn es nachts nichts wird, dann eben tagsüber – und zwar ausgiebig.

Ich habe längst den Überblick verloren, wie viele Versuche es waren. Nicht alle waren erfolgreich – einer davon war fast schon artistisch –, aber es gab definitiv auch einige vielversprechende Akte, die durchaus einen Eisprung bei Kaira ausgelöst haben könnten.

Jetzt bleibt es spannend. Immerhin legt sie diesmal kein Tempo wie im Jahr 2025 vor – sonst hätten wir vielleicht schon zwei Eier im Nest.

Bleibt zu hoffen, dass es bald soweit ist – und vor allem, dass Kaira jetzt auch bleibt.

Eure Cindy

Storchensitcom 2026 – Folge: Die Rückkehr der Kaira

Storchensitcom 2026 – Folge: Die Rückkehr der Kaira

Heute Morgen: Das Nest noch leer.
Dann kommt Felix zurück.

Die Ruhe währte nicht lange – schon flog ein Storch an. Felix reagierte zunächst nicht direkt abwehrend, doch kaum war der Fremdstorch gelandet, kickte er ihn wieder vom Nest. Ganz ließ ihn die Situation aber nicht los. Kurz darauf folgte er ihm hinüber.

Kaira landet kurz, Felix jagt ihr nach

Es dauerte nicht lange, und plötzlich kamen beide gemeinsam zurück.

Am Handy konnte ich es nur erahnen – ich war mir nicht sicher. Aber diese Fransen… das kann doch nicht…?

Kaira rechts

Erst zuhause, nach fast zwei Stunden Fotos durchgehen und Videos in Zeitlupe vergleichen, war ich mir sicher:
Sie ist es. Kaira. Sie ist zurück.

Kaira 2025
Kaira 2026

Tränen der Freude. Irgendwie habe ich mir diese Konstante so sehr gewünscht. Klar, die Kombination mit Alex wäre auch spannend gewesen – wie hat er sich wohl entwickelt?

Fakt ist: Beide haben den Zug geschafft.

Aktuell steht es jedoch Felix & Kaira – denn Felix gibt sein Revier nicht her.
Jetzt bleibt abzuwarten, ob Kaira bleibt.

Die Tretakte laufen noch nicht ganz sauber, aber ich vermute stark, dass sie heute erst zurückgekommen ist. Da braucht es einfach noch etwas Zeit zur Erholung.

Viele Indizien sprechen für sie:

  • Der direkte, selbstverständliche Anflug heute Morgen
  • Als beide gemeinsam kamen, landete sie zuerst

Was für eine Sitcom diese Saison 2026 bisher ist.

Um 18:35 Uhr flogen beide – ich zitiere den Chat – „wie im Märchen“ wieder gemeinsam ins Nest ein.
Ein sonniger Sonntag, Traumwetter, ein perfekter Moment.

Jetzt hoffe (und bete ich ein bisschen), dass die beiden sich festsetzen – bis die ersten Eier da sind. 😄


Blick nach Fohrde

In Fohrde, meinem befreundeten Nest, gab es gestern ebenfalls spannende Entwicklungen:
Die gepaarte Auswilderung von Otto & Jezebel, die den Winter in Loburg verbracht haben.

Lars hat das Ganze live übertragen.

Es dauerte nicht lange, bis Otto direkt den Horst ansteuerte – Jezebel folgte ihm nicht wesentlich viel Später.
Ein starkes Bild.

Ich bin sehr gespannt und wünsche mir sehr, dass auch Fohrde 2026 wieder eine erfolgreiche Brutsaison erlebt.

Hier geht’s zum Stream:

Der Storchenhof Loburg freut sich übrigens immer über Unterstützung –
sei es durch Spenden oder sogar eine Namenspatenschaft:
https://storchenhof-loburg.de/startseite.html

Besuch aus der Schweiz – aber ohne Bleiberecht

Besuch aus der Schweiz – aber ohne Bleiberecht

Tagebucheintrag – 19.03.2026

Gestern gab es Besuch von einem Schweizer Storch. Ganz unverblümt landete er direkt im Nest.
Felix kam hinzu, wurde jedoch vom Fremdstorch zunächst unsanft aus dem Nest gedrängt. Das ließ er sich nicht gefallen und ging sofort zum Gegenangriff über – ziemlich rabiat.

Ein Schweizer

Der Schweizer Storch (HES ST620*, zuletzt 2025 in Raisting abgelesen) gab schließlich auf und kehrte nicht mehr zurück.
Mara unterstützte Felix tatkräftig und beteiligte sich direkt am Abwehrgeklapper.

Ansonsten gab und gibt es mehrere Tretakte, die mittlerweile deutlich routinierter und harmonischer wirken.
Man darf also gespannt sein, ob und wann es zur Eiablage kommt.

Viele freuen sich aktuell schon über Eier in anderen Nestern. Persönlich bin ich jedoch ganz froh, dass es bei uns noch keine gibt. Früh gelegte Eier bedeuten oft auch einen schwierigeren Start für die Küken – vor allem wetterbedingt. Man wünscht es sich nie, aber die Beobachtungen der letzten Jahre zeigen, dass frühe Bruten häufiger stärkeren Wettereinflüssen ausgesetzt sind.

Der Frost mindert nicht die Baufreude

Theoretisch – und wirklich nur theoretisch – könnte es auch hier in den nächsten Tagen zur Eiablage kommen.
Für mein Gefühl dürfen sich die beiden damit aber gerne noch bis Ende März Zeit lassen. Aktuell haben wir bereits die zweite Frostnacht in Folge.

Frostige Flügel

Ansonsten gibt es nicht viel Neues zu berichten.

Kommt gut durch die restliche Woche.
Cindy

*Nach langer Bildbetrachtung kann ich sicher sagen, dass es HES ist. Die Ringnummer – da bin ich ziemlich sicher, aber sie ist nicht in Stein gemeißelt. So richtig erkennen kann man die Nummer nicht.

Do geht’s ja zua wie am Stachus

Do geht’s ja zua wie am Stachus

Tagebucheintrag – 14. März

Schon am Morgen kam Felix angeflogen – und damit begann ein regelrechter Storchenwirbel. Den ganzen Vormittag über wurde über dem Horst gekreist, gezankt und laut geklappert. Ständig landete jemand, wurde wieder vertrieben oder zog erneut seine Runden. Man hätte fast meinen können, unser Horst steht mitten am Stachus in München.

Die Ruhe vor dem Sturm. Felix ohne Partnerin.
Und schon geht’s los..
MEINS!

Um 10:45 Uhr schaute ich dann allerdings nicht schlecht:
ALEXANDER, unser Altstorch aus der Saison 2025, landete plötzlich im Nest.

Die Freude währte allerdings nicht lange, denn Felix vertrieb ihn sofort wieder. Kurz darauf waren plötzlich vier Störche gleichzeitig in der Luft – kreisend, landend, wieder startend und sich gegenseitig abwehrend. Ein regelrechtes Luftballett.

Um 11:16 wurde sich dann unten in der Wiese geprügelt.

Ob Mara darunter war, ließ sich in dem ganzen Trubel kaum noch sicher erkennen.

Der ganze Zirkus rund um das Nest endete schließlich damit, dass Felix sich eine neue Dame angelacht hat.

Erste Landung von „MaraZwo“

Interessant war dabei eine Szene: Felix und die Neue standen zunächst einige Minuten gemeinsam im Nest und wehrten andere Störche ab. Und plötzlich hackte er sie selbst vom Nest! Erst Stunden später wurde klar, dass es sich dabei wohl tatsächlich um die neue Störchin handeln musste. Kurz danach landete sie wieder und wurde dann scheinbar als „ganz passabel“ eingestuft. Wer weis das schon so genau.

Aktuell läuft sie im Chat noch unter dem „Hat sich so im Schreiben-Ergeben-Namen“ „Marazwo“, aber wir warten erstmal ab, ob sich dieser Name wirklich etabliert.

Ganz abgeschrieben ist das Kapitel Alexander allerdings sicher noch nicht. Er hatte im vergangenen Jahr eine erfolgreiche Aufzucht und damit natürlich auch eine Bindung an dieses Nest.

Kaira ist bislang noch nicht zurückgekehrt. Sollte sie kommen, könnte es für sie schwierig werden, sich gegen ein bereits bestehendes Paar durchzusetzen.

Eine aufmerksame Zuschauerin bemerkte außerdem ein besonderes Detail an der neuen Störchin:
Am linken Fuß fehlen offenbar zwei Zehenglieder oder sie sind verkümmert. Wer weiß, was die schöne Störchin mit den besonders großen Augen schon alles erlebt hat. Eingeschränkt scheint sie dadurch jedenfalls nicht zu sein.

Vermutlich durch eine Entzündung oder Bindegarn. (Danke an Loburg für die Rückmeldung)

Am Nachmittag kehrte schließlich etwas Ruhe ein. Das Nest wurde nicht mehr verlassen und die beiden standen Spalier bis in die Nacht.

Die spannende Frage war nun: Bleiben sie – oder fliegen sie doch noch weiter?

Die 18-Uhr-Marke wurde geknackt und selbst der Infrarot-Umschalter wurde schon fast gefeiert.
Dann war klar: Die erste Horstübernachtung 2026 ist geschafft.

Klasse!

Knicki-Knacki klappte am 15.03. dann auch schon mal (Aber nicht immer)

Allerdings sind noch viele Störche auf dem Zug und treffen nach und nach ein. Diese Konstellation ist also möglicherweise noch nicht in Stein gemeißelt.
Kaira könnte noch erscheinen und Besitzrechte einfordern – vielleicht sogar gemeinsam mit Alexander. Aber auch ganz andere Störche könnten Interesse am Horst zeigen.

Ruhig wird es also vermutlich erstmal noch nicht.

Ich bin zwar kein großer Freund vom Drama am Nest – aber das Verhalten der Tiere beobachten zu dürfen ist ein echtes Privileg. Man lernt unglaublich viel über ihre Dynamik, wenn man genau hinsieht.

Nachtrag vom 15.03.:
Heute gab es bereits zwei erfolgreiche Tretakte. Auch wenn Felix sich dabei teilweise noch etwas ulkig anstellt – das wird schon.

Auf eine weitere spannende Storchenzeit!

PS:
Am Montag, 16.03., gibt es im Morgenprogramm von Radio Charivari Rosenheim ein Telefoninterview mit mir.
Der Sender kann auch online im Internet empfangen werden.

Storchenkrimi am Nest – Ein Tag voller Fragezeichen

Storchenkrimi am Nest – Ein Tag voller Fragezeichen

Tagebuchartikel 12.03.2026:

Nachdem der gestrige Tag, der 11. März, ein wirklich seltsamer Storchen-Tag war, blieb das Nest zunächst komplett leer. Felix und Mara ließen sich den ganzen Tag über nicht blicken. Stattdessen tauchte ein Gast auf – und zwar ausgerechnet derselbe, der 2025 als allererster Gast überhaupt auf dem Nest zu sehen war. Und, genau am gleichen Tag.

Er machte es sich gemütlich, räumte etwas herum und baute sogar ein wenig am Nest. Von Felix und Mara jedoch keine Spur. Da kam natürlich sofort die Frage auf: Haben sie sich vielleicht ein neues Domizil gesucht?

Doch dann folgte heute Morgen die Überraschung.
Felix tauchte plötzlich auf dem Nest auf und begann sofort fleißig zu bauen. Es sah ganz so aus, als wolle er wieder Ordnung ins Nest bringen.

Gegen Mittag traf dann auch Mara ein. Nach mehreren Anläufen kam es schließlich zu einer erfolgreichen Kopulation – der zweiten, die überhaupt sichtbar vor der Kamera stattfand. Ein kleiner Erfolgsmoment nach den vielen vergeblichen Versuchen zuvor.

Im Laufe des Tages waren beide immer wieder auf dem Nest zu sehen und genossen gemeinsam die Sonne. Bis etwa 18 Uhr verbrachten sie dort Zeit.

Gerade als man dachte: Wie schön wäre es, wenn sie heute endlich einmal hier übernachten würden, flogen beide wieder ab. Vermutlich – wie so oft – zurück zu ihrer Antenne.

Man darf also weiterhin gespannt sein, wie sich das Ganze entwickelt.
Ein Verhalten wie dieses habe ich so noch nie erlebt – und auch von anderen Storchenhorsten ist mir nichts Vergleichbares bekannt.

Ehrlich gesagt: So richtig erklären kann ich mir ihr Verhalten im Moment nicht.

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