Das Storchennest befindet sich auf privatem Grund.
Die angrenzenden Wiesen sind ausschließlich den Kindern der Naturgruppe als Durchgang vorbehalten.
Wir bitten daher höflich, das Gelände nicht als Picknickfläche oder Durchgang für Besucher des Storchennestes zu nutzen.
Es handelt sich um Nutzfläche und Privatgrundstück.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.
đȘ¶ Tagebucheintrag: Besuch in Loburg steht bevor! Datum: 25. Juli 2025
Am 2. August ist es endlich so weit â ich mache mich auf den Weg von Fohrde (Wo ich einen Tag vorher schon ankomme) nach Loburg! Ein Ort, der fĂŒr viele von uns weit mehr als nur ein Punkt auf der Landkarte ist â ein Zentrum der Storchenliebe, des Engagements und des Artenschutzes. Ich freue mich sehr auf den Austausch, auf spannende Einblicke hinter die Kulissen und auf hoffentlich viele persönliche Begegnungen.
Bis dahin habt ihr weiterhin die Möglichkeit, Fragen an mich zu richten, die ich gerne mitnehme. Ob ihr etwas ĂŒber die Beringung, die Pflegestation, den Alltag dort oder ĂŒber bestimmte Störche wissen wollt â ich gebe mein Bestes, eure Neugier mit Antworten aus erster Hand zu stillen.
Ich bin schon ganz aufgeregt â und natĂŒrlich nehme ich euch im Herzen mit nach Loburg! Ăbrigens gab es ein sehr informatives und tolles Video von Dr. Michael Kaatz zum Thema Beringung.
đ Tagebucheintrag: Regen en masse & Rettung von Storch Otto (Fohrde)
Datum: Sonntag, 8. Juni 2025
Seit der Nacht auf Samstag regnet es fast ununterbrochen. Auch tagsĂŒber gab es immer wieder krĂ€ftige Schauer. Gegen Abend zeigte sich, dass sich etwas Wasser in der Mulde des Nestes gesammelt hatte. Wichtig ist hier: Das liegt nicht an einem Defekt im Ablauf, denn unser Nest ist â wie vom NABU empfohlen â gut wasserabweisend konstruiert.
Dauerregen in Kolbermoor zeigt seine Spuren
Durch das Gewicht der vier KĂŒken und die schiere Menge an Körpern im Nest wird das AbflieĂen jedoch erschwert. Zudem ist das ursprĂŒnglich lockere Stroh mittlerweile plattgedrĂŒckt. Das Wasser sickert dennoch zuverlĂ€ssig ab, wie sich bei einem kĂŒrzlichen Starkregen gut beobachten lieĂ: Innerhalb kĂŒrzester Zeit war das Wasser verschwunden und das Stroh trocknete schnell wieder, auch dank der Luftzufuhr von unten.
Heute, Sonntagmorgen gegen 6 Uhr, lieĂ der Regen endlich nach. Laut Vorhersage ist am Dienstag mit sonnigem und warmem Wetter zu rechnen.
â Ein wichtiger Hinweis: Dieser Livestream zeigt das wahre Leben in einem Wildtier-Nest â ohne Drehbuch, ohne Wunschkonzert. Ich werde keine HebebĂŒhne einsetzen, um frisches Heu ins Nest zu legen. Dies wĂ€re ein klarer VerstoĂ gegen das geltende Naturschutzgesetz:
So schwer es manchmal fĂ€llt â auch ein möglicher Jungtierverlust gehört zur natĂŒrlichen Entwicklung. Die Tiere sind uns durch die Beobachtung ans Herz gewachsen, doch sie gehören nicht uns. Es sind wilde Tiere, die nicht einmal wissen, dass wir sie beobachten.
đŠ Status im Nest:
Alexander ist aktuell nicht im Nest. Es ist möglich, dass er wegen des durchnĂ€ssten Gefieders nicht flugfĂ€hig ist â wir beobachten weiterhin aufmerksam.
Die KĂŒken wirken derzeit stabil, sind jedoch natĂŒrlich hungrig. Wir hoffen auf baldige Wetterbesserung und Alexanders RĂŒckkehr.
đš Rettungseinsatz in Fohrde: Storch Otto
Ein Blick nach Fohrde: Dort wurde gestern Storch Otto, der Partner von Elli, verletzt auf einer Wiese gefunden. ZunĂ€chst schien Ă€uĂerlich nichts AuffĂ€lliges â doch er flog nicht.
Dank der schnellen Reaktion und der Hilfe des AuĂenreporters Peter konnte Otto unkompliziert eingefangen werden.
Storch Otto nach dem Einfangen
Aussenreporter Peter mit Otto bei Loburg (Die Kopfsocke soll dem Tier die Angst etwas nehmen)
AnschlieĂend kam Loburg ins Spiel â wie so oft mit unglaublicher UnterstĂŒtzung. Otto wurde zunĂ€chst in einer Voliere untergebracht, um zur Ruhe zu kommen. Nun kann ich, wenngleich der Anlass nicht schön ist, aber kurz nach meiner Vorstellung von Loburg direkt zeigen, wo die Vogelschutzwarte zum Einsatz kommt.
Die tierÀrztliche Untersuchung bestÀtigte leider erste Vermutungen:
SchlĂŒsselbeinbruch (mehrfach)
Riss im Luftsack
Blutung aus der Luftröhre
Die Prognose ist ungewiss â 50/50, ob Otto je wieder fliegen kann. Wir drĂŒcken ihm fest die Daumen.
Ein riesiges Dankeschön geht an alle Beteiligten:
an Peter fĂŒr die sichere Bergung und alle Beteiligten der Rettungskette
an das Team in Loburg fĂŒr die medizinische Versorgung und liebevolle Pflege