Zwischen Hoffnung, Hunger und ganz viel Kampfgeist

Tagebuch 16.05.2026 🐣🍀

Das erste Kolbermoorer Küken ist inzwischen knapp eine Woche alt. Unser kleines Quartett wächst und gedeiht: Skadi, dicht gefolgt von Calimero und Henri. Und dann kam da noch unser Nachzügler – mit vier Tagen Abstand schlüpfte schließlich auch Xaverl und vervollständigte die kleine Storchenbande.

Ich bin ganz klar Realistin. Wer regelmäßig in andere Nester blickt, weiß leider auch: Selbst wenn Küken bereits zwei oder sogar drei Wochen alt sind, kann es noch zu einer Selektion kommen. So hart die Natur manchmal auch ist. (Aktuell wie in Kirchzarten)

Aber soweit denke ich aktuell noch nicht. Warum? Weil sich im Moment einige Dinge beobachten lassen, die durchaus Hoffnung machen.

Xaverl wirkt – entgegen vieler Wetterprognosen – erstaunlich fit. Der Wettergott meinte es bislang deutlich besser als angekündigt, und auch das Futterangebot scheint gut zu sein. Der kleine Racker ist quietschfidel, agil, klappert schon fleißig mit und pickt begeistert nach den Schnäbeln der Altstörche. Genau dieses Verhalten dient übrigens dazu, bei den Eltern den Fütterreflex auszulösen.

Was man allerdings ebenfalls ganz klar sieht: Die Größen- und Kraftunterschiede werden jetzt bereits deutlich spürbar. Besonders morgens nach der Nacht, wenn der Hunger groß ist, kennen die drei Größeren kaum Rücksicht. Da wird gedrängelt, geschubst und gierig geschnappt. Und dabei ist es den Küken ziemlich egal, ob am Ende das Würmchen, ein Flügelchen oder mal ein Storchenfuß erwischt wird.

Trotzdem schafft es Xaverl immer wieder, an kleine Portionen zu kommen. Und manchmal hat er schlicht Glück – so wie heute Morgen, als er in perfekter „Pole Position“ lag, während die anderen noch halb im Wurmkoma schlummerten.

Das Gröbste ist sicherlich noch nicht überstanden. Aber Stand jetzt sehe ich seine Chancen tatsächlich gar nicht so schlecht. Wenn das Wetter weiterhin mitspielt, die Wärme nun wieder zurückkehrt und das Futterangebot stabil bleibt, könnte unser kleines Nesthäkchen sich durchaus tapfer durchs Leben kämpfen.

Drücken wir unserem Xaverl also weiterhin ganz fest die Daumen, dass er sich so wacker durchschlägt wie bisher. 🐥🤍

Eure Cindy

3 Gedanken zu „Zwischen Hoffnung, Hunger und ganz viel Kampfgeist

  • 19. Mai 2026 um 06:23 Uhr
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    guten morgen Kolbermoor. ich finde eure seite ganz toll. erstmal die camera qualität ist hier wirklich ganz toll, und auch eure liebevolle tagebuch führung. dann gibt es noch so schöne klare bilder dazu. vielen lieben dank dafür..ich werde eure seite immer verfolgen.. liebe grüße aus NRW eure silvi

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  • 18. Mai 2026 um 23:09 Uhr
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    Hallo Cindy, der kleine Xaverl hat es nicht ganz leicht in seiner Clique 😘😃
    Wir halten feste die Daumen, für alle natürlich
    Und wir sagen DANKE für die Möglichkeit ganz nah an diesem Wunder zu sein, durch eure Kamera. 🙏🏼🫶

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  • 18. Mai 2026 um 06:06 Uhr
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    eine sehr schöne Story 😊👍🏻

    ich bin kein Profi in Sachen Störche, hatte aber anfangs auch bedenken wegen dem großen schlüpfabstand. Aber wir schauen mal was die Zeit sagt, wir drücken allen schön die Daumen das alles gesund und munter bleiben und es reichlich Futter gibt. 👍🏻😀

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