Eine Storchensaison geht zu Ende
Mein Rückblick auf das Storchennest Kolbermoor
Wieder geht eine Storchensaison in Kolbermoor zu Ende. Und wenn ich auf die vergangenen Monate zurückblicke, ist da vor allem eines: Dankbarkeit.
Am Anfang stand wie jedes Jahr die Vorfreude. Wann kommen die Störche zurück? Wann wird das Nest auf seinem Mast wieder lebendig? Und dann waren sie plötzlich wieder da – und mit ihnen begann eine neue Saison voller Beobachtungen, Hoffnungen und kleiner Überraschungen.
Besonders schön war natürlich der Nachwuchs. Kleine Köpfe, hungrige Schnäbel und die ersten vorsichtigen Bewegungen im Nest. Man schaut irgendwann nicht mehr einfach auf „Storchenküken“, sondern entwickelt tatsächlich eine Beziehung zu den kleinen Bewohnern.
Und genau deshalb war es umso trauriger, als diese Saison ihre harte Seite zeigte.
Der viele Regen, die Kälte und mehrere Tage mit gerade einmal etwa 8 Grad waren für die Küken zu viel. Eines nach dem anderen ging verloren. Auch Xaverl, der mir besonders ans Herz gewachsen war.
Es sind Momente, die weh tun. Gerade weil man über Wochen mitgefiebert, gehofft und jeden kleinen Fortschritt verfolgt hat. Aber auch das gehört zur Natur dazu – so schwer es manchmal ist, das zu akzeptieren.
Trotz der traurigen Momente gab es aber auch in diesem Jahr unzählige schöne Augenblicke. Das tägliche Beobachten, das Klappern der Störche, die Gespräche im Chat und die vielen Menschen, die wieder Teil dieser kleinen Storchengemeinschaft geworden sind.
Und nun endet die Saison.

Nicht das Nest – und auch nicht die Kamera.
Die Kamera wird wie gewohnt auch über die kommenden Monate weiterlaufen. Lediglich der Ton wird auf Wunsch der Hofbesitzer in Kürze bis zum Frühjahr abgeschaltet. Der Chat bleibt selbstverständlich weiterhin geöffnet.
So bleibt das Nest auch über den Winter sichtbar. Vielleicht ist es dann leer und ruhig – aber es erzählt trotzdem noch die Geschichte dieser Saison.
Und irgendwann wird wieder der Moment kommen, an dem wir gespannt auf den Mast schauen und hoffen:
„Sind sie wieder da?“
Bis dahin sage ich Danke.
Danke an die Störche für all die schönen Momente.
Danke an alle, die zugeschaut, mitgefiebert und mitgetrauert haben.
Und danke an mein kleines Storchennest in Kolbermoor, das auch in diesem Jahr wieder so viele Geschichten geschrieben hat.
Auf Wiedersehen, ihr Störche.
Kommt gut über den Winter.
Wir sehen uns im nächsten Frühjahr.













































